In der Namib-Wüste wurden sechs neue Arten von bellenden Gecko entdeckt.

In der Namib-Wüste wurden sechs neue Arten von bellenden Gecko entdeckt
In der Namib-Wüste wurden sechs neue Arten von bellenden Gecko entdeckt

Nach Angaben von ТСН: In der Namib-Wüste in Südafrika haben Wissenschaftler einen wichtigen zoologischen Durchbruch erzielt, indem sie die Anzahl der bekannten Arten von bellenden Geckos (Unterordnung Gekkota) von drei auf neun erhöhten. Die Untersuchung basierte auf der Analyse ihrer Vocalisationen, genetischen Daten und morphologischen Eigenschaften dieser scheuen Echsen.

Grund der Entdeckung: Unterschiede in der Vocalisation

Der erste, der dies bemerkte, war François Becker, der Unterschiede in den Paarungstönen von Geckos aus benachbarten Gebieten feststellte. Männchen geben Geräusche von sich, die wie ein 'unheimliches Lachen' klingen, während sie versuchen, Weibchen in ihre Höhlen zu locken.

Es ist bekannt, dass jede Gecko-Art ihren eigenen einzigartigen Schrei hat, der Hybridisierung verhindert. Becker stellte die Hypothese auf, dass Unterschiede in Tonhöhe und Frequenz dieser Geräusche auf die Existenz verschiedener Arten hindeuten und nicht auf einer wissenschaftlich bekannten Art (Ptenopus garrulus).

Integrative Taxonomie und Ergebnis

Becker sammelte Proben von Geckos aus den Sanddünen der Namib und den benachbarten Kiesebenen, wo verschiedene Schreie zu hören waren.

Die genetische Sequenzierung der Proben zeigte, dass Echsen, die zuvor für eine Art gehalten wurden, tatsächlich genetisch nicht übereinstimmen. Die Studie umfasste die Namib- und Kalahari-Wüsten unter Berücksichtigung der Vorlieben der Arten für verschiedene Bodentypen.

In einem Artikel, der im Journal of Vertebrate Zoology veröffentlicht wurde, stellte Becker (der derzeitige wissenschaftliche Kurator des Nationalen Museums von Namibia) fest, dass die drei bekannten Arten von bellenden Geckos aus Südafrika tatsächlich aus neun verschiedenen Arten bestehen. Einige dieser Arten existieren bereits seit 25 Millionen Jahren.

Bedeutung für die Biologie

Die langwierige Zusammenfassung verschiedener Arten unter einem einzigen Namen geschah, weil Geckos selten ihre Höhlen verlassen und auch aufgrund ihrer äußeren Ähnlichkeit.

Diese Entdeckung ist ein Beispiel für integrative Taxonomie, bei der verschiedene Daten zur Klassifikation verwendet werden: morphologische Merkmale, Farben, Geräusche und DNA-Sequenzen, wie der Gecko-Experte Aaron Bauer anmerkte.

Eine genaue Klassifikation der Arten ist notwendig, um ihre Verbreitung und Anpassung an die Umweltbedingungen zu bewerten.

“Wir kommen zu falschen Schlussfolgerungen, wenn wir zwei oder mehr Arten unter einem Namen zusammenfassen”,
fügte Bauer hinzu.

Diese Entdeckung erweitert nicht nur unser Verständnis der Vielfalt der Geckos, sondern unterstreicht auch die Bedeutung detaillierter Studien von Arten, die zuvor als einheitlich betrachtet wurden. Das Verständnis ihrer Evolution und Anpassung an die Umwelt kann erhebliche Auswirkungen auf den Erhalt dieser Gruppe von Echsen in der Natur haben.


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