Aktenlücke im Epstein-Fall: Zeugenaussagen gegen Trump nicht auffindbar.
Verschwundene Vernehmungsprotokolle im Fall Jeffrey Epstein
Nach Angaben von TSN.ua: Im Zuge der Ermittlungen zu den Sexualverbrechen um Jeffrey Epstein sind über 90 Protokolle von Zeugenvernehmungen nicht mehr auffindbar. Darunter befinden sich auch drei Interviews mit einer Frau, die Donald Trump sexueller Übergriffe beschuldigt. Das US-Justizministerium äußerte die Vermutung, es könnte sich bei den fehlenden Dokumenten um Duplikate, vertrauliche Unterlagen oder Teile laufender Ermittlungen handeln. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die undurchsichtigen Strukturen, in denen Epstein jahrzehntelang operierte.
Dem FBI zufolge wurden in der gesamten Affäre etwa 325 Vernehmungsberichte erstellt. Die Frau, die die Vorwürfe gegen Trump erhob, wandte sich im Juli 2019 an die Bundespolizei. Die ihr vorgeworfenen Handlungen sollen sich zwischen 1983 und 1985 ereignet haben. Jeffrey Epstein, die zentrale Figur des Skandals, starb 2019 in einem Bundesgefängnis. Die Ermittlungen gegen ihn waren bereits 2005 eingeleitet worden.
Zweifel an der Transparenz der Ermittlungen
Die Nichtverfügbarkeit der Aussagen einer Person, die schwerwiegende Beschuldigungen gegen einen amtierenden Präsidenten erhob, wirft Fragen zur Einhaltung von Informationsfreiheitsgesetzen durch die Trump-Administration auf, wie Robert Garcia betonte. Haley Robson unterstrich zudem, dass
„das Fehlen vollständiger Protokolle und die übermäßige Schwärzung von Namen ‚Geheimniskrämerei verewige‘, die es Epstein jahrelang ermöglichte, der Verantwortung zu entgehen“.
Laut offizieller Darstellung sollen die nicht öffentlich gemachten Dokumente Duplikate bereits veröffentlichter Aufzeichnungen, vertrauliche Materialien oder Bestandteil andauernder Bundesermittlungen sein. Diese Situation nährt Zweifel an der Durchsichtigkeit der Aufarbeitung der Epstein-Verbrechen und könnte erhebliche Konsequenzen für alle Beteiligten haben.
Das Fehlen dieser Aufzeichnungen könnte weitere Ermittlungen und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Epstein sowie den Vorwürfen gegen Trump erschweren. Es unterstreicht die essentielle Bedeutung des Zugangs zu Beweismitteln in Verfahren von großer öffentlicher Tragweite, die die Reputation einflussreicher Persönlichkeiten betreffen. In einer Zeit, in der Fragen zu sexualisierter Gewalt und Verantwortung zunehmend im Fokus stehen, könnte dieser Vorgang das öffentliche Vertrauen in Strafverfolgungsbehörden und ihre Fähigkeit, in komplexen Fällen Gerechtigkeit herzustellen, beeinträchtigen.
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