Der Tod des Sanitäters während des Angriffs auf Kiew: Wie man sich von einem Helden im weißen Kittel verabschiedete.
Nach Angaben von ТСН: Kiew verabschiedete sich von dem Sanitäter Serhij Smolyak, der ums Leben kam, während er Menschen während des Angriffs rettete. Der Mediziner starb in der Nacht zum 9. Januar, als seine Brigade nach dem ersten Drohnenangriff im Einsatz war. Der Tod von Serhij war ein großer Verlust für seine Kollegen, denn er gab seinen Patienten stets Hoffnung mit den Worten: „Alles wird gut“.
Abschied vor der Michaelskathedrale
Viele Krankenwagen versammelten sich vor dem Glockenturm der Kathedrale, wo die Mediziner kamen, um ihrem Kollegen die letzte Ehre zu erweisen. Für viele der Anwesenden war dies eine persönliche Trauer, denn die ständige Arbeit unter Beschuss war ihre Realität geworden.
Alla, Kollegin des Verstorbenen:
„Wir sind alle Mediziner... Wir möchten einem Menschen die Ehre erweisen, der Leben gerettet hat. An seiner Stelle hätte jeder sein können. Er war ein Mensch mit einem guten Herzen, seine ganze Familie sind einfach unglaubliche Menschen“.
Tragödie in Osokorky
Der Unfall geschah während des massiven Angriffs am 9. Januar. Nach dem Einschlag einer Drohne in ein Hochhaus machte sich die Brigade von Serhij Smolyak sofort auf den Weg zum Einsatz. Die Mediziner leisteten Hilfe für die Verletzten, als eine erneute Explosion stattfand.
Trümmer zertrümmerten das Fahrzeug der Mediziner; zwei Kollegen wurden verletzt, während Serhij Verletzungen erlitt, die ihm keine Überlebenschancen mehr ließen. Seine Kollegen können den Verlust immer noch nicht fassen.
„Ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie es ohne ihn weitergehen soll. Jetzt gibt es täglich irgendeine Routinearbeit, und man sieht — in den Dokumenten taucht der Nachname von Serhij Mykolajovych auf... Man überprüft die Karten, die Einsätze, sieht seinen Nachnamen und bleibt einfach stehen. Es ist sehr schwer!“ — teilen die Mediziner an der Station mit.
Erde aus der Heimat Kachowka
Auf dem Tisch des Priesters lag während der Beisetzung ein besonderer Beutel mit Erde aus Kachowka, Serhijs Heimatstadt, die jetzt unter Besatzung steht. Diese Erde wurde in den Sarg gelegt, damit der Sanitäter in seiner Heimat ruhen kann.
Serhij Smolyak schloss die medizinische Schule in Berislav ab. Sein Kommilitone Anatolij erinnert sich an ihn als an eine äußerst aktive und talentierte Persönlichkeit.
Anatolij, Kommilitone:
„Serhij war so künstlerisch, so gesellig... er schloss die Schule mit einem roten Diplom ab. Wir träumten davon, nach dem Sieg ein Klassentreffen zu Hause in der Region Cherson zu organisieren. Und seht, wie es gekommen ist — so ein Treffen...“
Sein magisches „Alles wird gut“
Ljudmyla, die vor dem Krieg mit Serhij in Kachowka arbeitete, erinnert sich an seine Fähigkeit, Menschen zu beruhigen.
Ljudmyla, Kollegin aus Kachowka:
„Er kam sogar zu einem Einsatz für meine Mutter! Ich erinnere mich, dass er so freundlich und lächelnd war... Er sagte immer: 'Alles wird gut! Keine Sorgen!'. Und wissen Sie, sein 'Alles wird gut' — es hat funktioniert!“
Als der Leichnam von Serhij Smolyak das Kloster verließ, schalteten die Fahrer der „Rettungswagen“ zeitgleich die Sirenen ein. Dies war eine letzte Abschiedsgeste an den Helden im weißen Kittel, der sich bis zu seinem letzten Atemzug für das Leben anderer einsetzte.
Diese tragische Geschichte über Serhij Smolyak erinnert uns alle an den großen Beitrag der Mediziner zur Rettung von Leben, selbst unter Kriegsbedingungen. Sein Mut und seine Fähigkeit, Menschen zu unterstützen, werden in der Erinnerung derjenigen bleiben, die ihn kannten. Der Gesundheitszustand und das Wohl der Gesellschaft hängen von solchen Helden ab, die trotz der Gefahr ihre Pflicht weiterhin erfüllen.
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