1. Januar: Was kann und darf man am Tag des heiligen Basilius tun?.

1. Januar: Was kann und darf man am Tag des heiligen Basilius tun?
1. Januar: Was kann und darf man am Tag des heiligen Basilius tun?

Nach Angaben von ТСН: Heute wird im orthodoxen Kalender der Gedenktag des heiligen Basilius des Großen gefeiert. Er stammte aus einer bekannten christlichen Familie, die der Kirche mehrere Heilige geschenkt hat. Der heilige Basilius wurde von seinen Eltern – Basilius dem Älteren und Emilia – im tiefen christlichen Glauben erzogen.

Basilius erhielt seine Ausbildung in Kappadokien, Konstantinopel und Athen, wo er Rhetorik, Philosophie und klassische Literatur studierte. Später begannen ihn Theologie und das christliche Leben zu interessieren. Während seines Studiums in Athen lernte Basilius Gregor von Nyssa kennen, mit dem er später aktiv zum Wohle der Kirche zusammenarbeitete.

Nach seiner Rückkehr nach Kappadokien wählte Basilius den Weg des Asketen und Mönchs. Sein Beispiel verband strenge Askese mit aktivem Dienst an den Menschen. Er gründete viele Klöster und entwickelte die erste systematisierte Mönchsregel, bekannt als 'Regel des heiligen Basilius', die bis heute die klösterlichen Gemeinschaften der Ostkirche beeinflusst.

Sein Ansatz zum Mönchtum war praktisch: Er betonte nicht nur das geistliche Wachstum, sondern auch die Hilfe für Arme, Kranke und Bedürftige.

Der heilige Basilius der Große wurde zum Pionier der kirchlichen Wohltätigkeit. Er schuf die 'Vasilia' – einen Komplex von Gebäuden, in dem sich ein Krankenhaus, eine Unterkunft für Arme, Waisen und Reisende befanden, was das Vorbild moderner Wohltätigkeitsorganisationen wurde.

Kirchliches Fest am 1. Januar – Beschneidung des Herrn

Das Fest wurde zu Ehren der Beschneidung Jesu Christi eingeführt, die am achten Tag nach seiner Geburt gemäß dem jüdischen Gesetz stattfand. Dieser Tag erinnert an das vollständige Eintreten Christi in das Gesetz und die Traditionen seines Volkes.

Laut den Geboten Moses müssen alle Jungen am achten Tag nach der Geburt beschnitten werden. Damit betont die Beschneidung des Herrn die Unterwerfung Christi unter das Gesetz und offenbart seine menschliche Natur.

Die Beschneidung symbolisiert den Bund Gottes mit Abraham und seinen Nachkommen. Dieses Fest zeigt die Einheit von Gesetz und Gnade sowie die Vorbereitung auf das zukünftige Wirken Christi. Die Beschneidung ging mit der Vergabe seines Namens einher, was in der biblischen Tradition von großer Bedeutung ist.

Traditionen des 1. Januars

  • Frostiges Wetter verspricht eine gute Ernte von Getreide und einen wohlhabenden Jahr.

  • Nebelschwaden an diesem Tag sind ein Zeichen für einen regnerischen Sommer.

  • Morgentau deutet auf eine gute Ernte von Getreide hin.

Was man morgen nicht tun sollte

Nach dem Volksglauben sollte man heute mehrere Dinge vermeiden: keinen übermäßigen Alkohol konsumieren, keine Hochzeiten feiern, vom Jagen und dem Schlachten von Tieren absehen, keinen Müll wegwerfen, keine gründlichen Reinigungen vornehmen und auch keine Geld­geschäfte eingehen oder abwickeln. Es wird angenommen, dass Verstöße gegen diese Regeln zu unangenehmen Folgen führen können.

Was man morgen tun kann

Am orthodoxen Fest wenden sich die Gläubigen mit Gebeten an den heiligen Basilius, um Schutz vor Armut, Krankheiten und bösen Absichten der Menschen zu bitten. Es wird als besonders wichtig erachtet, gute Taten für Bedürftige zu tun, da die Menschen auf diese Weise dem Herrn näher kommen und ihre Seele von Sünden reinigen.

An diesem Tag ist es Brauch, mit den Verwandten am Tisch zu feiern, sich gute Wünsche für Gesundheit, Wohl und Frieden auszutauschen, um Verzeihung zu bitten und Groll loszulassen.

Der lichtvolle Gedenktag des heiligen Basilius des Großen und das Fest der Beschneidung des Herrn bilden auf besondere Weise eine Verflechtung christlicher Traditionen und kultureller Normen. Diese Feste ermutigen die Gläubigen nicht nur, an die ruhmreichen Taten der Heiligen zu erinnern, sondern auch aktiv für das Wohl der Mitmenschen zu arbeiten. Auf diese Weise, indem sie das spirituelle Erbe ehren, werden die Gemeinden größer und stärker und unterstützen sich gegenseitig in guten Taten.

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