Jeder fünfte betroffene Kiewer droht bei Wohnungsentschädigung leer auszugehen.
Lücken im Hilfssystem: Warum Tausende Kiewer um ihre Entschädigung bangen müssen
Nach Angaben von Novyny.live: Ein erheblicher Teil der Kiewer Bevölkerung, der durch russischen Beschuss sein Zuhause verloren hat, könnte bei der staatlichen Entschädigung durchs Netz fallen. Grund dafür sind nach Angaben von Kyrylo Fesyk, dem Leiter der staatlichen Verwaltung des Rajons Obolon, bestehende bürokratische Hürden und Unzulänglichkeiten der aktuellen Gesetze. Diese Einschränkungen verhindern, dass alle Geschädigten die ihnen zustehende Hilfe erhalten.
Besonders deutlich wurde das Problem nach dem massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt am 24. Mai. Damals wurde ein Wohnheim im Rajon Darnyzkyj vollständig zerstört. 74 Wohneinheiten wurden dabei vernichtet, viele Bewohner wurden obdachlos. Kyrylo Fesyk betonte in diesem Zusammenhang:
„Rund 20 Prozent der Betroffenen könnten aufgrund der geltenden Beschränkungen außerhalb des Entschädigungsmechanismus bleiben.“Dies verdeutlicht, dass trotz der prekären Lage nicht alle Opfer auf staatliche Unterstützung hoffen können. Der Verantwortliche räumte ein, dass der Mechanismus zwar grundsätzlich funktioniere, aber dringend nachgebessert werden müsse.
Fesyk fügte hinzu:
„Der bestehende Entschädigungsmechanismus funktioniert im Großen und Ganzen, bedarf jedoch Änderungen, damit alle Geschädigten Hilfe erhalten.“Damit wird der dringende Reformbedarf des Systems unterstrichen, um eine effektivere und gerechtere Unterstützung für alle zu gewährleisten, die unter den Folgen des Beschusses leiden. Die Unsicherheit über die Entschädigungen sorgt in der Bevölkerung für große Besorgnis, da viele Menschen durch den Krieg in eine äußerst schwierige Lage geraten sind.
Handlungsbedarf: Das staatliche Hilfssystem muss dringend überarbeitet werden
Die aktuelle Situation macht die dringende Notwendigkeit einer Überprüfung und Verbesserung der staatlichen Unterstützungsmechanismen für Kriegsopfer deutlich. Angesichts des anhaltenden Konflikts und der steigenden Zahl von Zerstörungen muss der garantierte Zugang zu Entschädigungen für den Staat oberste Priorität haben, um den Menschen den Neuanfang zu ermöglichen. Es wäre sinnvoll, dabei auch die Erfahrungen anderer Länder zu berücksichtigen, die ähnliche Krisen bewältigt haben.
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