Nach Jahren in Gefangenschaft: 300 ukrainische Soldaten kehren heim und sprechen erstmals mit ihren Familien.
Gefangenenaustausch am 6. März 2023
Nach Angaben von TSN.ua: Am 6. März 2023 konnten ukrainische Soldaten, die aus russischer Kriegsgefangenschaft freigekommen waren, erstmals wieder die Stimmen ihrer Angehörigen hören. In dieser zweiten Phase eines Gefangenenaustauschs kehrten 300 Militärangehörige sowie zwei Zivilisten in die Heimat zurück. Die befreiten Verteidiger, die zwischen einem und drei Jahren in Gefangenschaft verbracht hatten, sind zwischen 22 und 60 Jahre alt. Solche Austauschaktionen sind ein mühsam erkämpfter Lichtblick in diesem langen Krieg.
Der Austausch erfolgte nach der Formel '500 für 500', und in der Zeit vom 5. bis 6. März konnte die Ukraine insgesamt 500 Personen zurückführen. Seit Beginn des groß angelegten Krieges beläuft sich die Gesamtzahl der Freigelassenen nun auf 6922 Personen. Dieser Austausch markierte einen weiteren wichtigen Schritt bei der Rückführung ukrainischer Bürger, die während des Krieges großes Leid erfahren mussten.
Die ersten Worte in Freiheit
Die befreiten Soldaten schilderten ihre überwältigenden Gefühle nach der Rückkehr. Einer von ihnen teilte mit:
„Ich habe euch so sehr vermisst. Unglaublich stark. Wie sehr ich euch einfach in die Arme nehmen möchte. Ich werde euch keine Minute mehr alleine lassen, für euch habe ich alles durchgestanden und mich nicht brechen lassen.“
Ein anderer sagte:
„Wie geht es ihnen, den Kleinen? Ich komme bald, wartet nur noch ein bisschen, ihr habt schon so lange gewartet. Ich bin bald da.“
Ein weiterer Militärangehöriger versicherte seiner Mutter: 'Alles ist gut, Mama. Alles in Ordnung. Mir geht es gut, Mama.'
Der Gefangenenaustausch stellt eine zentrale Komponente der ukrainischen Bemühungen dar, alle Bürger aus der Gefangenschaft zurückzuholen. Angesichts des andauernden Krieges haben solche Ereignisse nicht nur für die befreiten Personen und ihre Familien immense Bedeutung, sondern für die gesamte Gesellschaft, da sie Menschlichkeit und Solidarität in schwierigsten Zeiten demonstrieren. Die Freilassung von 500 Personen im Rahmen dieses Austauschs zeigt, dass die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien weitergehen, und unterstreicht, wie wichtig die Unterstützung für die Familien der betroffenen Soldaten und Zivilisten ist.
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