Ukrainische Häfen lahmgelegt: 28 Schiffe getroffen, 21 Tote nach russischen Angriffen.
Lage der ukrainischen Hafenwirtschaft
Nach Angaben von ЦТС — Транспорт: Im Juli 2023 traf eine weitere Welle russischer Beschüsse die ukrainische Hafeninfrastruktur. Dabei wurden 28 zivile Schiffe beschädigt. Die Bilanz dieser Attacken: 21 Menschen starben, 34 wurden verletzt. Den schwersten Tag erlebte die Region am 19. Juli mit neun Todesopfern. Das ukrainische Infrastrukturministerium betont zwar, dass die Häfen weiter betrieben werden, doch viele Reeder meiden die Anlaufstellen aus Sorge um die Sicherheit ihrer Besatzungen und Schiffe.
Die Exportmengen über die Seehäfen könnten im Juli 2023 auf bis zu drei Millionen Tonnen sinken – ein Rückgang um 30 Prozent gegenüber dem Vormonat Juni. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden monatlich durchschnittlich rund 4,43 Millionen Tonnen über die Häfen verschifft. Für August 2023 sagen Experten sogar einen möglichen weiteren Rückgang um die Hälfte voraus. Die Lage in der Hafenwirtschaft ist angespannt, und die Frachtraten steigen parallel zu den wachsenden Risiken durch die anhaltenden Angriffe.
Auswirkungen auf die Schifffahrt
Zwischen dem 6. und 22. Juli 2023 trafen die ukrainischen Streitkräfte im Rahmen einer Operation der Drohneneinheiten insgesamt 196 Wasserfahrzeuge im Schwarzen und Asowschen Meer. Manche Reeder weichen inzwischen auf alternative Routen aus. Kateryna Kononenko erklärte dazu:
„Einige weigern sich, die Seehäfen anzulaufen, und wählen stattdessen die Donau.“Pavlo Lynnyk ergänzte:
„Schiffsanläufe werden abgesagt, Seeleute lehnen es ab, auf ukrainischen Routen zu arbeiten.“
Der türkische Reederverband rief seine Mitgliedsfirmen auf, Fahrten zu russischen und ukrainischen Häfen zu überdenken. Oleksandr Nikulin merkte an, dass „die aktuelle Lage sich tatsächlich von früheren Zuspitzungen unterscheidet“. Das Ministerium steht in ständigem Austausch mit den Hafenverwaltungen, um die Folgen der Angriffe abzumildern und sichere Bedingungen für die Schifffahrt zu gewährleisten.
Zusammengefasst steht die ukrainische Hafenbranche vor enormen Herausforderungen im anhaltenden Konflikt. Die Situation wird durch steigende Risiken massiv erschwert, was Reedereien vom Anlaufen der Häfen abhält und die Exportzahlen drückt. Angesichts der Prognosen für die kommenden Monate ist mit einem weiteren Rückgang der Ausfuhren und möglichen Verschiebungen der Schifffahrtsrouten zu rechnen. Dies erfordert entschlossene Maßnahmen der Regierung, um Sicherheit und Stabilität in der Branche zu sichern.
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