Der Kreml wies die Idee einer Weihnachtswaffe zurück: Was in Miami diskutiert wird.

Der Kreml wies die Idee einer Weihnachtswaffe zurück: Was in Miami diskutiert wird
Der Kreml wies die Idee einer Weihnachtswaffe zurück: Was in Miami diskutiert wird

Nach Angaben von ТСН: Moskau wies den Vorschlag des deutschen Kanzlers Friedrich Merz über einen Weihnachtswaffenstillstand zurück. Der Sprecher von Putin, Dmitri Peskow, betonte, dass Russland "nicht bereit ist, der Ukraine die Möglichkeit zu geben, sich für die Fortsetzung des Krieges vorzubereiten".

Der stellvertretende Außenminister Russlands, Sergei Ryabkov, fügte hinzu, dass der Kreml nur bereit ist, über ein Abkommen zu verhandeln, wenn die russische Kontrolle über die besetzen Gebiete, einschließlich der Krim, Teile der Donetsk, Luhansk, Saporischschja und Cherson Regionen, erhalten bleibt.

„Wir werden niemals einer NATO-Truppenpräsenz auf ukrainischem Territorium zustimmen“, fügte Ryabkov hinzu.

Nach zwei Tagen spannungsgeladener Verhandlungen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Vertretern von Donald Trump in Berlin berichtete Politico, dass der Ukraine nicht viel Zeit bleibt, um dem US-Vorschlag für Sicherheitsgarantien zuzustimmen, die angeblich dem Artikel 5 der NATO-Charta entsprechen. Gleichzeitig weisen Quellen in den USA darauf hin, dass die Trump-Administration von der Ukraine immer noch Zugeständnisse in Bezug auf Territorien erwartet.

Präsident Selenskyj gab bekannt, dass die ukrainische Delegation nach Miami reist, um drei Dokumente zu erörtern: über Sicherheitsgarantien, die wirtschaftliche Wiederaufbau der Ukraine und 20 Punkte eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges.

Was von den weiteren Verhandlungen mit den USA zu erwarten ist?

Laut Hanna Shelest ist es wichtig, sich zwei Dinge bewusst zu machen.

  • Erstens, alle Pläne können in letzter Minute geändert werden. Selbst das, was in den Medien veröffentlicht wird oder von Diplomaten erklärt wird, ist nicht endgültig. Selbst Kommata im letzten Text sind wichtig.
  • Zweitens, die vorbereiteten Dokumente werden nicht der endgültige Friedensplan sein. Zahlreiche offene Fragen weisen lediglich auf vorläufige Absprachen hin, nicht auf eine Lösung des Konflikts.
„Zum Beispiel kann die Verhandlungsgruppe einer Waffenruhe an der Trennlinie zustimmen, aber dann muss man bereit sein zu klären, wo diese Linie verlaufen wird“, stellt Hanna Shelest fest.

Auch Oleksandr Kraiev betont, dass es bisher keinen Friedensplan gibt. Wenn zunächst über 28 Punkte diskutiert wurde, hat sich deren Anzahl verringert und es bleiben viele ungelöste Fragen.

Er glaubt, dass es für die USA wichtig ist, aktiv am Verhandlungsprozess teilzunehmen. Eine Verweigerung der Teilnahme könnte sich negativ auf ihre Beziehungen zu europäischen Partnern auswirken.

Welche Sicherheitsgarantien kann die Ukraine erhalten?

Hanna Shelest weist darauf hin, dass der Ukraine keine konkreten und zuverlässigen Sicherheitsgarantien angeboten werden. Die Beispiele, wie die Situation in Japan, wo amerikanische Militärs stationiert sind, geben keine garantierten Zusicherungen.

„Artikel 5 der NATO besagt, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle angesehen wird, aber dies verpflichtet nicht unbedingt alle Teilnehmer zu militärischen Action“, betont die Expertin.

Oleksandr Kraiev fügt ebenfalls hinzu, dass viele Zweifel an möglichen Sicherheitsgarantien bestehen, wenn es an der Kontrolle der Einhaltung des Waffenstillstands mangelt.

„Koreanisches“ Szenario für die Ukraine: Mythos oder Realität?

Hanna Shelest bemerkt, dass die Idee eines „koreanischen“ Szenarios nur in den USA und einigen europäischen Ländern unterstützt wird, während man in Korea skeptisch damit umgeht.

„Die Koreaner weisen darauf hin, dass die Ukraine nicht danach streben sollte, zur zweiten nordkoreanischen Region im Zentrum Europas zu werden“, betont sie.

Oleksandr Kraiev glaubt, dass ein „koreanisches“ Szenario für die Ukraine unmöglich ist, da die Situation im Osten der Ukraine grundlegend anders ist als die koreanische. Er merkt an, dass die Erfahrung Kroatiens, das seine Gebiete militärisch zurückgewinnt, näher am ukrainischen Kontext ist.

Daher bleibt die Frage des Konflikts in der Ukraine äußerst komplex, und die Ergebnisse diplomatischer Bemühungen sind derzeit schwer vorherzusagen. Weitere Verhandlungen könnten die Zukunft der ukrainischen Unabhängigkeit und territorialen Integrität beeinflussen, und die Aktionen der internationalen Partner bleiben in dieser schwierigen Zeit entscheidend.


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