Gazprom-Aktien stürzen auf tiefsten Stand seit 2009 ab: So bitter sind die Verluste für Russland.
Die Lage der Gazprom-Aktie
Nach Angaben von UATV: Der Aktienkurs des russischen Energieriesen Gazprom ist auf 105 Rubel pro Anteilsschein gefallen – ein Niveau, das zuletzt im Januar 2009 erreicht wurde. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert des Unternehmens um 16 Prozent verringert. Noch dramatischer ist der Rückgang seit Beginn des groß angelegten Krieges gegen die Ukraine: Damals verloren die Papiere fast drei Viertel ihres Wertes. Hauptgrund für diesen massiven Einbruch sind die drastisch gesunkenen Gasexporte.
Gasexporte und ihre Folgen
Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die jährlichen Gaslieferungen ins ferne Ausland auf 80 Milliarden Kubikmeter geschrumpft sind. Vor dem Krieg lag dieser Wert noch bei nahezu 200 Milliarden Kubikmetern. Analysten erwarten, dass Russland bis zum Jahr 2025 seinen Rang als weltweit größter Pipeline-Gasexporteur verlieren wird.
- Kasachstan hat grünes Licht gegeben, um von Gazprom 1,4 Milliarden US-Dollar zwangsweise einzutreiben – das Geld ist für die Ukraine bestimmt.
- Norwegen hat sich inzwischen zum Spitzenreiter bei den Gaslieferungen entwickelt.
Die Krise um Gazprom spiegelt tiefgreifende Veränderungen in der globalen Energielandschaft wider. Besonders deutlich wird dies am wachsenden Einfluss Norwegens, das heute als wichtigster Gaslieferant für Europa gilt. Der Rückgang der Exporte und der fallende Börsenwert des Unternehmens zeigen, vor welchen gewaltigen Herausforderungen Russland in der neuen wirtschaftlichen Realität steht. Langfristig könnte dies die Energieversorgungssicherheit in der Region beeinflussen und die weltweiten Gaspreise verändern.
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