Kaum Einnahmen trotz Millionen Streams: Was Apple Music und Spotify Künstlern in Deutschland und der Ukraine zahlen.
Verdienstmöglichkeiten auf Musikplattformen im Vergleich
Nach Angaben von Novyny.live: Die Vergütung für Musikstreaming variiert stark zwischen den Anbietern und Ländern. Besonders für Künstler aus wirtschaftlich schwächeren Regionen gestaltet sich der Weg zu fairen Einnahmen schwierig. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt eklatante Unterschiede.
Unterschiedliche Zahlungen pro Plattform
Apple Music vergütet mit weniger als einem Cent pro Stream. Pro tausend Hörvorgänge liegen die Einnahmen für Musiker bei etwa 7 bis 10 US-Dollar. Ein ukrainischer Act muss jedoch über 460.829 Streams generieren, um 1.000 Euro zu verdienen – in Großbritannien genügen dafür lediglich 122.249 Streams. Dies verdeutlicht die enorme Kluft zwischen den Märkten. Eine ukrainische Sängerin erhielt beispielsweise 1.140 US-Dollar für 700.000 Streams auf Apple Music.
Noch geringer fallen die Einnahmen auf Spotify aus. Die Plattform zahlt rund 0,2 bis 0,4 Cent pro Hörvorgang, was etwa 2 bis 4 US-Dollar pro 1.000 Streams entspricht. Ein ukrainischer Musiker bekam Berichten zufolge für eine Million Streams auf Spotify lediglich 700 US-Dollar – ein weiteres Beispiel für die Ungleichheit bei den Auszahlungen.
Auf YouTube sind die Einnahmen ebenfalls niedrig: Die Plattform vergütet zwischen 0,5 und 2 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe. Selbst bei hohen Klickzahlen können die Erlöse daher deutlich hinter denen anderer Streamingdienste zurückbleiben, abhängig vom jeweiligen Markt.
Diese Zahlen belegen, dass Künstler – insbesondere aus Ländern mit schwächerer Wirtschaft – große Hürden überwinden müssen, um durch Streaming finanziell abgesichert zu sein. Die unterschiedlichen Vergütungsmodelle haben direkte Auswirkungen auf die Karrierechancen und die Entwicklung der gesamten Musikbranche.
Die aktuelle Situation unterstreicht die Notwendigkeit einer globalen Debatte über faire Vergütungsmodelle für Musikstreaming.
Künstler aus wirtschaftlich benachteiligten Regionen sind auf Reformen und Unterstützung angewiesen, um eine angemessene Bezahlung für ihre Arbeit zu erhalten. Ein besseres Verständnis dieser Herausforderungen ist entscheidend für eine nachhaltige und zukunftsfähige Musikindustrie.
Lesen Sie auch
- 3,2 Milliarden Euro von der EU für Kiew: Ein 90-Milliarden-Kredit, der durch russische Vermögen besichert wird
- Ukrainischer Ökonom rechnet mit Dollar-Kurs von 47 Hrywnja bis Ende 2026
- Milliardenwäsche-Vorwürfe: Die ukrainische Notenbank belegt EasyPay und City24 mit Rekordstrafen
- Kraftstoffpreise im Gebiet Charkiw fallen deutlich: Das kosten Benzin und Diesel jetzt
- Eierpreise in der Ukraine stürzen ab: So viel zahlen Verbraucher jetzt in den Supermärkten
- Wie der Russland-Wirtschaftsgipfel sein internationales Gesicht verlor

