Ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien: 15 russische Regionen führen Benzinrationierung ein.

Ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien: 15 russische Regionen führen Benzinrationierung ein
Ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien: 15 russische Regionen führen Benzinrationierung ein

Russland schränkt Treibstoffverkauf nach ukrainischen Angriffen ein

Nach Angaben von Novyny.live: Als direkte Folge gezielter Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russische Ölraffinerien haben mittlerweile 15 Regionen des Landes, darunter Moskau und Sankt Petersburg, Beschränkungen für den Verkauf von Kraftstoff erlassen. Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf eine Serie von Attacken, die Anfang Mai begannen. Damals trafen ukrainische Drohnen die Raffinerie in Rjasan, was zu Versorgungsengpässen bei den Benzinsorten AI-92 und AI-95 führte.

Benzinmangel und Verkaufslimits in verschiedenen Gebieten

Die Verkaufsbeschränkungen zeigen sich in unterschiedlicher Form. Auf der Krim wird Benzin ausschließlich gegen Vouchers abgegeben, was den Zugang für die Bevölkerung erschwert. In den Gebieten Belgorod und Kursk stellten Tankstellen der Kette 'Rosneft' Anfang Juni den Verkauf von Benzin in Kanister ab – eine zusätzliche Hürde für Autofahrer. In Moskau gibt die Tankstellenkette 'ORTK' maximal 60 Liter Benzin und 100 Liter Diesel pro Fahrzeug aus, ein deutliches Zeichen für die angespannte Versorgungslage. Im Gebiet Nowgorod sind es sogar nur 20 Liter Benzin pro Kunde, während aus dem Gebiet Murmansk vermehrt Klagen über völlig leere Zapfsäulen kommen.

Ähnliche Einschränkungen gelten in Karelien, den Gebieten Orjol und Tomsk sowie im Korjakenkreis der Region Kamtschatka. Der russische Vizepremier Alexander Nowak bezeichnete die Lage am 4. Juni zwar als 'stabil', doch die Realität an den Tankstellen spricht eine andere Sprache. In der Region Woronesch weigern sich lokale Betreiber, Kraftstoff in Kanister zu verkaufen, was die Situation für die Verbraucher weiter verschärft.

Allein im Mai 2026 führte die Ukraine mindestens 16 Angriffe auf russische Erdölraffinerien durch. Diese Attacken haben in zahlreichen Regionen zu erheblichen Unterbrechungen der Treibstoffversorgung geführt. Die Entwicklung verdeutlicht die Eskalation des Konflikts und seine direkten Auswirkungen auf die Energieversorgungssicherheit Russlands, was letztlich die Verfügbarkeit von Benzin und Diesel für die Bevölkerung beeinträchtigt.

Die aktuellen Engpässe offenbaren die Verwundbarkeit der russischen Energieinfrastruktur im anhaltenden Konflikt mit der Ukraine. Die Rationierungen könnten die wirtschaftliche Aktivität in den betroffenen Regionen bremsen und die soziale Anspannung erhöhen, da viele Menschen Schwierigkeiten haben, ihren täglichen Transportbedarf zu decken. Sollten die ukrainischen Angriffe auf Energieanlagen fortgesetzt werden, droht eine weitere Verschärfung der Lage, die Russland zu zusätzlichen Maßnahmen zur Stabilisierung des Treibstoffmarktes zwingen würde.


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