Stromnetz-Kollaps in der Ukraine: Chronik des 31. Januar und Prognosen.

Stromnetz-Kollaps in der Ukraine: Chronik des 31. Januar und Prognosen
Stromnetz-Kollaps in der Ukraine: Chronik des 31. Januar und Prognosen

Was am 31. Januar im ukrainischen Stromnetz geschah

Nach Angaben von TSN.ua: Am 31. Januar 2023 führte ein schwerwiegender Vorfall im ukrainischen Energiesystem zu landesweiten Notabschaltungen. Auslöser waren technische Störungen in Hochspannungsleitungen, nicht jedoch ein Cyberangriff. Präsident Wolodymyr Selenskyj ließ sich von Energieminister Denys Schmyhal und der stellvertretenden Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko über die Lage berichten.

Um 10:42 Uhr fiel zunächst eine 400-kV-Leitung zwischen den Netzen Rumäniens und Moldaus aus, kurz darauf eine 750-kV-Leitung in der Ukraine. In Kiew kam es aufgrund des externen Stromausfalls zu einem vorübergehenden Stopp des U-Bahn-Verkehrs. In der Folge war die Wasserversorgung in allen Stadtteilen der Hauptstadt unterbrochen.

Aktuelle Lage der Stromversorgung

Laut Angaben des Ministeriums für digitale Transformation war ein technisches Problem auf den Leitungen zwischen den ukrainischen und moldauischen Netzen ursächlich. Energieminister Denys Schmyhal bestätigte, dass die Notabschaltungen auf eine technologische Störung zurückgingen. Präsident Selenskyj betonte hingegen:

„Auf der Ebene des ukrainischen Energiesystems ist alles Nötige vorhanden.“

Die Situation bleibt unter Kontrolle. Das Energieministerium rechnet mit einer Wiederherstellung der Stromversorgung innerhalb weniger Stunden. Für eine vollständige Stabilisierung des Netzes und die Rückkehr der Atomkraftwerke zur vollen Leistung werden jedoch 24 bis 36 Stunden benötigt. Wiktorija Hryb bestätigte, dass kein vollständiger klassischer Blackout vorliege. Serhij Nahornjak verwies darauf, dass die Stabilisierung des Systems bis zu 36 Stunden in Anspruch nehmen könne.

Zusammenfassend bleibt die Lage im Energiesystem angespannt, doch die zuständigen Behörden ergreifen Maßnahmen, um die Stabilität der Versorgung wiederherzustellen.

Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit der ukrainischen Energieinfrastruktur, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges. Die Wiederherstellung einer stabilen Stromversorgung ist für das Funktionieren der städtischen Infrastruktur und sozialer Dienste von entscheidender Bedeutung. Die weiteren Schritte der Regierung und der Energieunternehmen werden zeigen, wie gut das Land auf derartige Krisensituationen vorbereitet ist.


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