Nach Drohnenangriff aus Iran: Aserbaidschan ordnet Generalmobilmachung an.
Aserbaidschan ruft Reservisten ein
Nach Angaben von TSN.ua: Als Reaktion auf einen Drohnenangriff vom iranischen Territorium aus hat Aserbaidschan die Mobilmachung Stufe 1 verhängt. Das Verteidigungsministerium in Baku bestätigte die Einberufung von Reservisten und die Herstellung der vollen Gefechtsbereitschaft der Streitkräfte. Diese Maßnahmen sind eine direkte Antwort auf eine Aggression, die die nationale Sicherheit bedroht. Die Eskalation fällt in eine Zeit erhöhter regionaler Spannungen.
Am 5. März griffen zwei aus dem Iran gestartete Drohnen die Stadt Nachitschewan an, wobei eine den Terminal des internationalen Flughafens traf. Bei dem Angriff wurden zwei Personen verletzt. Das aserbaidschanische Außenministerium verurteilte den Akt als grobe Verletzung des Völkerrechts und ließ den iranischen Botschafter einbestellen, um ihm eine Protestnote zu übergeben.
Präsident Alijew warnt und verweist auf komplexe Beziehungen
Staatspräsident Ilham Alijew, der auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, betonte, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur
„nicht ohne Antwort bleiben“würden. Die bilateralen Beziehungen sind historisch und demografisch besonders verflochten: Im Iran leben schätzungsweise 15 bis 20 Millionen Aserbaidschaner, während die Bevölkerung Aserbaidschans selbst nur etwa 10 Millionen beträgt. Diese demografische Realität unterstreicht die Komplexität der Lage.
Die verhängte Mobilmachung ist ein deutliches Zeichen für die verschärfte Lage, die das Verhältnis der beiden Nachbarstaaten nachhaltig belasten könnte. Sollte keine diplomatische Deeskalation gelingen, könnten die ergriffenen Maßnahmen zu einem gefährlicheren militärischen Konflikt eskalieren. Die große aserbaidschanische Gemeinschaft im Iran stellt dabei einen zusätzlichen, innenpolitischen Faktor dar, der die Handlungsspielräume beider Regierungen beeinflussen kann.
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