Untersuchung: Die baltischen Länder sind an der Betankung der russischen Schattenflotte beteiligt.
Nach Angaben von inkorr.com: Eine journalistische Untersuchung des litauischen Medienunternehmens LRT hat ergeben, dass Unternehmen aus den baltischen Ländern Tanker der russischen Schattenflotte betanken, die Öl transportieren und dabei internationale Sanktionen umgehen.
Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge ist eine Gruppe von Unternehmen namens Fast Bunkering an den Betankungsoperationen der Tanker beteiligt, die russisches Öl transportieren. Die Betankung wurde wiederholt von den Bunkerbooten Rina und Zircone durchgeführt, die von Firmen aus Lettland, Litauen und Estland, die mit dieser Unternehmensgruppe verbunden sind, kontrolliert werden.
Es stellte sich heraus, dass zwischen Juni 2024 und März 2025 diese Tanker 286 Ölumschlagoperationen durchführten und 177 Schiffe betankten. Dabei liefen mindestens 159 von ihnen kurz vor oder nach der Betankung russische Häfen an.
Betankung von Tankern in europäischen Ländern
Basierend auf Informationen des finanzanalytischen Unternehmens S&P Global wurden im Jahr bis April 2024 mindestens 3100 Betankungsoperationen von Tankern der russischen Schattenflotte vor den Küsten Maltas, Griechenlands, Gibraltar, der Niederlande und anderer europäischer Länder durchgeführt.
Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen aus den baltischen Ländern aktiv an der Betankung von Tankern der russischen Flotte beteiligt sind, die Öl transportieren und dabei Sanktionen umgehen. Diese Praxis wirft Fragen zur Einhaltung des Sanktionsregimes auf und könnte negative Konsequenzen für Unternehmen haben, die an diesen Operationen beteiligt sind.
Eine solche Untersuchung unterstreicht die Notwendigkeit, die Einhaltung internationaler Sanktionen genau zu überwachen, da Unternehmen in verschiedenen Ländern in Aktivitäten verwickelt sein könnten, die gegen diese Normen verstoßen. Es ist wichtig, dass die zuständigen Behörden Maßnahmen ergreifen, um solchen Praktiken vorzubeugen und eine effektive Kontrolle über Öltransporte zu gewährleisten.
Lesen Sie auch
- Neue Milliardenhilfe: IWF gibt grünes Licht für 690-Millionen-Dollar-Tranche an die Ukraine
- Angriffe auf Raffinerien in Tatarstan: Russland verliert 40 Prozent seiner Ölverarbeitung und kämpft mit Treibstoffknappheit
- Ukrainische Notenbank verschweigt 25% Dollar-Inflation: Realer Hrywnja-Kurs müsste bei 50-55 liegen
- Kraftstoffmangel in Russland: Mehrere Flughäfen führen Treibstofflimits ein – welche Städte betroffen sind
- Ukraine: Gehaltsreform für Soldaten – Spannen von 30.000 bis 300.000 Griwna geplant
- Neue 10-Hrywnja-Münzen vorgestellt: Gedenkstücke für Mykolajiw und Odessa

