Belgien hält F-16-Lieferungen für Ukraine zurück: F-35-Beschaffung geht vor.
Lieferverzögerungen bei Kampfflugzeugen
Nach Angaben von TSN.ua: Die zugesagte Lieferung von 30 F-16-Kampfflugzeugen aus Belgien an die Ukraine verzögert sich weiter. Grund ist die Modernisierung der eigenen Luftwaffe, die sich aktuell auf die Beschaffung neuer F-35-Jets konzentriert. Bislang ist kein einziges Flugzeug bei den ukrainischen Luftstreitkräften eingetroffen. Diese Verzögerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine dringend moderne Luftabwehr- und Angriffskapazitäten benötigt.
Der Zeitplan für die Übergabe wird kontinuierlich nach hinten verschoben. Der belgische Premierminister Alexander De Croo hat zugesichert, dass die ersten vier Maschinen bis Ende 2024 geliefert werden sollen. Belgien plant, seine eigenen F-16 bis Ende 2028 vollständig auszumustern. Die letzten Flugzeuge für die Ukraine werden daher erst für das Jahr 2029 erwartet.
Herausforderungen bei Ausbildung und Wartung
Neben den Lieferproblemen gibt es auch Schwierigkeiten bei der Ausbildung ukrainischer Piloten. Der Schulungsprozess ist komplex und zeitintensiv. Wie eine Sprecherin des belgischen Verteidigungsministeriums, Herta De Decker, betonte:
„Das Verteidigungsministerium hat von Anfang an klargestellt, dass zunächst die operativen Erfordernisse der eigenen Luftwaffe erfüllt sein müssen.“
Trotz der stockenden Lieferungen unterstützt Belgien die Ukraine bei der Wartung der F-16-Jets, die bereits von anderen Partnern geliefert wurden. Diese technische Zusammenarbeit läuft weiter, auch wenn die Weitergabe eigener Flugzeuge ins Stocken geraten ist.
Die anhaltenden Verzögerungen könnten die Kampfbereitschaft der ukrainischen Luftstreitkräfte beeinträchtigen, da der Bedarf an modernen Flugzeugen unvermindert hoch ist. Die langwierige Pilotenausbildung könnte die Pläne zum Ausbau der ukrainischen Luftwaffenkapazitäten zusätzlich verzögern. Die laufende Wartungskooperation hilft jedoch, die Einsatzfähigkeit der bereits vorhandenen Maschinen bis zum Eintreffen neuer Lieferungen aufrechtzuerhalten.
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