Vom Lazarett auf die Beine: Wie ein ukrainischer Aufklärer in nur drei Wochen das Laufen mit Prothesen lernte.
Drei Amputationen und ein eiserner Wille: Die Geschichte eines Soldaten
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Soldat des ukrainischen Militärnachrichtendienstes (HUR) mit dem Rufnamen 'Naum' hat einen außergewöhnlichen Weg zurück ins Leben gefunden. Nach drei erneuten Amputationen und einer intensiven Rehabilitation schaffte er es, auf Prothesen zu stehen und konnte noch vor Neujahr nach Hause zurückkehren. Sein Weg war von enormen Herausforderungen geprägt, doch seine Entschlossenheit war ungebrochen, wie er selbst sagt:
„Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, dass ich zu Neujahr zu Hause sein würde – bei meinem Kind und auf eigenen Beinen. Dieser Gedanke gab mir die Kraft, mich durch den Schmerz und die Schwäche zu kämpfen, immer weiter zu machen.“
Seine Rehabilitationsleistung ist beeindruckend. Statt der üblichen zwei Monate absolvierte er den anspruchsvollen Prozess, das Gehen mit Prothesen zu erlernen, in nur drei Wochen. Dieser Kraftakt spiegelt seinen unbeugsamen Willen wider, nach den schweren Verletzungen und drei notwendig gewordenen Folgeamputationen wieder ein Stück Selbstständigkeit zu gewinnen. Sein Erfolg ist das Ergebnis eiserner Disziplin und der Unterstützung durch seine Helfer.
Rehabilitation ukrainischer Veteranen: Initiativen und Perspektiven
Die Geschichte von 'Naum' steht exemplarisch für viele verwundete Soldaten. Die ukrainische Gesellschaft und der Staat arbeiten daran, ihre Veteranen bestmöglich zu unterstützen. Ein Zeichen dafür ist die Vorbereitung eines ukrainischen Veteranenteams auf die Teilnahme an den Marine Corps Trials and Air Force Games Anfang Februar 2025. Solche sportlichen Herausforderungen sind ein wichtiger Teil der psychischen und physischen Wiederherstellung.
Die politische Führung zeigt Präsenz: Im Dezember 2025 traf Präsident Wolodymyr Selenskyj ukrainische Soldaten im niederländischen Militär-Rehabilitationszentrum Aardenburg, um sich vor Ort ein Bild von ihrer Situation zu machen. Zuvor, im August 2025, wurde in Kiew der Dokumentarfilm 'Spartan: Ohne Grenzen' präsentiert, der die Lebenswege und den Kampf um Normalität ukrainischer Veteranen in den Mittelpunkt stellt.
Die Rehabilitation verwundeter Soldaten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von großer Bedeutung. Sie ermöglicht den Betroffenen nicht nur die Rückkehr in ein erfülltes Leben, sondern macht der Öffentlichkeit auch ihre außerordentliche Resilienz bewusst. Staatliche Programme, öffentliche Solidarität sowie Projekte wie Sportwettkämpfe und filmische Dokumentationen tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Veteranen zu schärfen und ihre Reintegration zu fördern. Diese Bemühungen unterstreichen den festen Willen der Ukraine, ihren Helfern auch nach ihren Einsätzen die notwendige Anerkennung und Hilfe zukommen zu lassen.
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