Bulgarien wächst zum neuen Bremser der EU-Sanktionen heran: Kirill Gundjajew aus Paket gestrichen.

Bulgarien wächst zum neuen Bremser der EU-Sanktionen heran: Kirill Gundjajew aus Paket gestrichen
Bulgarien wächst zum neuen Bremser der EU-Sanktionen heran: Kirill Gundjajew aus Paket gestrichen

Debatte über EU-Sanktionen und ihre Folgen für die russische Kirche

Nach Angaben von Espreso.tv: Der Völkerrechtler Andrij Smolij erörterte, wie der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, Kirill Gundjajew, und Vertreter des russischen Öl- und Gassektors den EU-Sanktionen entgehen konnten. Gundjajew, weithin als Patriarch der ROK bekannt, versuche seit 2022, Strafmaßnahmen zu umgehen – und habe dabei gewisse Erfolge erzielt, so Smolij. Lange Zeit galten Ungarn, die Slowakei und Österreich als die größten Gegner der Sanktionen. Nun mehren sich Hinweise, dass Bulgarien zu einem weiteren Hindernis werden könnte.

Wandel in den Positionen der EU-Mitgliedstaaten

Smolij zufolge könnte Bulgarien die Rolle des Haupthindernisses übernehmen, nachdem Ungarn – „sagen wir mal, zu 50 Prozent“ – aus dem Kreis der Gegner ausgeschieden sei. Er vermutete zudem, dass Kirill Gundjajew angesichts der Haltung Bulgariens und der dortigen Regierungskoalition künftig aus weiteren Sanktionspaketen gestrichen werden könnte.

„Solche Sanktionspakete werden von vornherein nicht durchkommen“, betonte Smolij.

Das 21. EU-Sanktionspaket sei nach langwierigen Verhandlungen verabschiedet worden. In diesem Paket, so der bulgarische Außenminister, seien die Namen von Kirill Gundjajew und Vagit Alekperow gestrichen worden. Dies verdeutliche einen Positionswechsel einzelner EU-Mitgliedstaaten in der Sanktionspolitik, was schwerwiegende Folgen für die künftige Ausrichtung der Europäischen Union in diesem Bereich haben könnte. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in den nächsten Paketen fortsetzt.

Die Diskussion über die Sanktionen und ihre Wirkung auf die russische Kirche sowie den Öl- und Gassektor unterstreicht die sich wandelnden Standpunkte innerhalb der EU. Die Streichung von Kirill Gundjajews Namen aus dem jüngsten Paket könnte auf eine Verschiebung des politischen Klimas in der Union hindeuten – und auf den wachsenden Einfluss Bulgariens auf die gemeinsame europäische Politik. Dies eröffnet sowohl Russland als auch den europäischen Ländern mit unterschiedlichen Interessen gegenüber Moskau neue Spielräume.


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