Europäische Spitzenpolitiker drängen auf Friedensgespräche: Gipfeltreffen in Paris bringt neue Raketenabwehr-Allianz hervor.
Pressekonferenz in Paris: Einigkeit im Ukraine-Kurs
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 13. Juli 2023 trafen sich in Paris der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Bundeskanzler Friedrich Merz. Bei dem Treffen standen die militärischen Fortschritte der Ukraine im Fokus. Ein zentrales Ergebnis war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Gründung der sogenannten „Antiballistischen Koalition“. Diesem Bündnis gehören folgende Staaten an:
- Dänemark
- Deutschland
- Frankreich
- Italien
- Niederlande
- Norwegen
- Schweden
- Spanien
- Ukraine
- Vereinigtes Königreich
Rüstungskooperation und Zusagen
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte:
„Die Ukraine erzielt seit mehreren Monaten beachtliche militärische Erfolge“. Zugleich rief er zu Verhandlungen auf:
„Es ist an der Zeit, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, eine Waffenruhe zu vereinbaren und dieses sinnlose Blutvergießen zu beenden“. Merz betonte zudem:
„Wir stehen Friedensgesprächen zwischen der Ukraine und Russland offen gegenüber – unterstützt von Europa und den Vereinigten Staaten“.
Im Rahmen der vereinbarten Kooperation wurde der Ukraine eine Lizenz zur Eigenproduktion von Aster-Raketen für die SAMP/T-Systeme zugesichert. Frankreich sagte die Lieferung von Rafale-Kampfjets sowie Radarsystemen und weiterer Raketen zu. Für die kommenden Monate sind multinationale Militärmanöver geplant. Zudem will Großbritannien die Europäische Union dabei unterstützen, einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zu finanzieren, der für Verteidigungs- und Haushaltsausgaben der Ukraine vorgesehen ist.
Dieser Gipfel und die unterzeichnete Erklärung unterstreichen die wachsende Unterstützung westlicher Staaten für die Ukraine in ihrem Kampf um Unabhängigkeit und Sicherheit. Die Bildung der Antiballistischen Koalition dient nicht nur der Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit, sondern ist auch ein starkes Zeichen des Zusammenhalts des Westens gegen Aggression. Die vereinbarten Manöver und technischen Hilfszusagen verdeutlichen die strategische Tiefe der Partnerschaft, die den weiteren Kriegsverlauf maßgeblich beeinflussen könnte.
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