Gemeinsam gegen Raketen: Neun Staaten gründen Bündnis zur Abwehr ballistischer Bedrohungen.
Gipfeltreffen in Paris
Nach Angaben von UATV: Am 13. Juli kamen in Paris der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, der deutsche Kanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Sicherheitslage. Die Runde verkündete die Bildung einer „Anti-Ballistic-Coalition“, einem Zusammenschluss von neun Ländern, die künftig gemeinsam an einem Schutzsystem gegen ballistische Raketen arbeiten wollen.
Mitglieder und Schwerpunkte des Bündnisses
Der Koalition gehören folgende Staaten an:
- Norwegen
- Dänemark
- Schweden
- Niederlande
- Spanien
- Deutschland
- Italien
- Frankreich
- Großbritannien
- Ukraine
Das Herzstück des neuen Abwehrsystems soll die ballistische Abwehrrakete „Freyja“ bilden. Während des Treffens betonte Emmanuel Macron: „Die Ukraine braucht dringend eine Stärkung ihrer ballistischen Abwehr. Darauf zielt unser wichtigster Beitrag ab.“
Weitere Themen der Zusammenarbeit kamen ebenfalls zur Sprache. Keir Starmer rief zu Entschlossenheit auf: „Wir dürfen nicht weniger entschlossen, weniger mutig werden.“
Friedrich Merz richtete einen Appell an Moskau: „Unsere Botschaft an Russland lautet: Es ist Zeit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“
Erwähnenswert ist, dass die ersten Rafale-Kampfjets frühestens 2028 oder 2029 am ukrainischen Himmel erwartet werden. Außerdem wurde bekannt, dass seit Jahresbeginn fünf Schiffe der sogenannten Schattenflotte aufgebracht wurden, die unter Verstoß gegen Sanktionen russisches Öl transportierten. In Frankreich wird am morgigen Tag der Sturm auf die Bastille gefeiert – ein nationaler Feiertag von großer historischer Bedeutung.
Die Gründung dieser Anti-Raketen-Koalition markiert einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der ukrainischen Sicherheit angesichts der anhaltenden Aggression Russlands. Die Zusammenarbeit der neun Länder soll nicht nur die Verteidigungsfähigkeit verbessern, sondern auch die Geschlossenheit der internationalen Gemeinschaft in der Unterstützung der Ukraine demonstrieren. Diese Initiative könnte zudem als Grundlage für eine vertiefte militärisch-technische Kooperation in Europa dienen, was ein wichtiger Faktor für die Stabilität in der Region wäre.
Lesen Sie auch
- Nächstes Treffen der „Koalition der Willigen“ findet in der Ukraine statt – Selenskyj kündigt Termin an
- Gemeinsame europäische Raketenabwehr: Neun Staaten unterzeichnen Gründungsdokument für System „Freyja“
- Europäisches Abwehrsystem Freyja: Ukraine liefert mit FP-7.X eine Patriot-Alternative
- EU-Staaten geben grünes Licht für neue Verhandlungsrunde mit der Ukraine
- Zehn Staaten schmieden ein Bündnis gegen ballistische Raketen – das steckt dahinter
- Regierungskrise in der Ukraine: Immer mehr Kandidaten lehnen Ämter ab

