Bulgarien stoppt Waffenlieferungen an die Ukraine: Kiew brauche mehr Soldaten, nicht mehr Waffen.
Bulgariens Kurswechsel bei der Militärhilfe für die Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Bulgariens Verteidigungsminister Dimitar Stojanow hat angekündigt, die Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen. Seine Begründung: „Die Ukraine braucht mehr Menschen, nicht mehr Waffen.“ Damit schließt er sich der Haltung von Ministerpräsident Rumen Radew an, der ebenfalls gegen militärische Unterstützung Kiews ist. Diese Aussagen deuten auf eine grundlegende Neuausrichtung der bulgarischen Politik gegenüber der Ukraine hin.
Bulgarien zählt zu den größten Herstellern von Munition sowjetischer Bauart innerhalb der Europäischen Union. Dennoch hat das Land seit Anfang 2022 bereits 13 Militärhilfepakete an die Ukraine geliefert. Das zeigt, dass Bulgarien durchaus aktiv war – doch nun will die Regierung offenbar andere Prioritäten setzen.
Diplomatie und Sicherheitsabkommen
Am 30. März 2023 reiste eine bulgarische Delegation unter der Leitung von Andrij Gjurov nach Kiew. Dies unterstreicht, dass die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern fortbestehen. Zudem hat Bulgarien ein Sicherheitsabkommen mit der Ukraine unterzeichnet, das unter anderem gemeinsame Rüstungsproduktion vorsieht. Angesichts der neuen Position des Verteidigungsministers könnte die Militärhilfe jedoch in Zukunft neu bewertet werden.
Rumen Radew betonte: „Der Krieg kann nicht allein auf dem Schlachtfeld entschieden werden.“
Dieser politische Wandel Bulgariens könnte das gesamte Gleichgewicht der westlichen Unterstützung für Kiew beeinflussen. Gleichzeitig zeigt die Betonung diplomatischer Lösungen, dass Bulgarien nach alternativen Wegen zur Beendigung des Konflikts sucht. Das ist besonders im Hinblick auf die europäische Sicherheitsarchitektur relevant, da Bulgarien weiterhin eine wichtige Rolle in den regionalen Beziehungen spielt.
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