Johnson fordert EU zu Druck auf Ungarn und Slowakei wegen Russland-Geschäften auf.

Johnson fordert EU zu Druck auf Ungarn und Slowakei wegen Russland-Geschäften auf
Johnson fordert EU zu Druck auf Ungarn und Slowakei wegen Russland-Geschäften auf

Appell des ehemaligen britischen Premiers

Nach Angaben von Novyny.live: Der frühere britische Premierminister Boris Johnson hat die Europäische Union aufgefordert, Ungarn und die Slowakei unter Druck zu setzen. Ziel ist es, deren Einkäufe russischer Energieressourcen zu stoppen. Diese Forderung äußerte er während des YES Meeting, das von der Stiftung des ukrainischen Unternehmers Viktor Pinchuk organisiert wurde. Die Veranstaltung widmete sich Themen rund um den Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine.

Johnson betonte, es sei für Europa entscheidend zu erkennen, dass etwa 12 % des in die EU gelieferten Öls und Gases aus Russland stammen. Für diese Importe würden weiterhin rund 1 Milliarde Dollar pro Monat ausgegeben. Angesichts des Krieges zeigte er sich über das anhaltende Geschäft erstaunt und sagte wörtlich:

'Es ist einfach erstaunlich, wie europäische Länder weiterhin Energieressourcen aus Russland kaufen.' - Boris Johnson

EU braucht geschlossene Front und Druckmittel

Johnson legte zudem Wert darauf, dass die EU über 'die Macht und gewisse Hebel verfügen muss, um Druck auf Ungarn und die Slowakei auszuüben'. Dies betreffe nicht nur deren Energieeinkäufe, sondern auch deren politisches Handeln. So blockiert Ungarn ein Kreditpaket für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro und stellt sich weiterhin gegen alle Beschlüsse zum EU-Beitritt der Ukraine. Die Slowakei wiederum hat erklärt, keine weitere Energiehilfe mehr an die Ukraine zu leisten.

Diese Schritte sorgen bei europäischen Partnern für Besorgnis und unterstreichen, wie wichtig eine einheitliche EU-Position in Fragen der Energiesicherheit und der Unterstützung für die Ukraine ist. Johnsons Aussagen spiegeln wachsende Bedenken in Europa bezüglich der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen wider – besonders vor dem Hintergrund des Krieges. Der Druck auf Ungarn und die Slowakei könnte zu einem zentralen Element der EU-Strategie werden, um die Energiesicherheit zu gewährleisten und die Ukraine in ihrem Abwehrkampf zu unterstützen.

Eine gemeinsame Haltung der EU-Mitgliedstaaten in dieser Frage könnte nicht nur die Energiesicherheit, sondern auch die politische Stabilität der gesamten Region maßgeblich beeinflussen.


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