Monaco-Attentat auf ukrainischen Milliardär: Interpol fahndet nach Verdächtiger.
Anschlag auf Wadym Jermolajew
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 29. Juni ereignete sich in Monaco ein Anschlag auf den ukrainischen Milliardär Wadym Jermolajew. Die Explosion erfolgte direkt am Eingang seines Wohnhauses. Dabei wurden Jermolajew selbst, sein Sohn sowie Anna Nassobina verletzt. Während Jermolajew in ein Krankenhaus nach Marseille gebracht wurde, kam Nassobina ins Pasteur-Krankenhaus in Nizza, wo ihr beide Beine amputiert werden mussten. Der Sohn des Geschäftsmanns wird im Kinderkrankenhaus 'Lenval' in Nizza behandelt und befindet sich inzwischen außer Lebensgefahr.
Ermittlungen und Folgen
Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko gab bekannt, dass eine Überwachungskameraaufnahme wiederhergestellt werden konnte, die möglicherweise zur Aufklärung der Tat beiträgt. Die mutmaßliche Täterin, die 39-jährige Anastassija Beresowska, wurde zur internationalen Fahndung durch Interpol ausgeschrieben. Sie soll in Deutschland leben.
Am 16. Juli äußerte Wadym Jermolajew den Verdacht, dass Mitarbeiter der ukrainischen Hauptverwaltung für Aufklärung (HUR) in den Anschlag verwickelt sein könnten.
„Wir sind überzeugt, dass an diesem Anschlag Offiziere der HUR direkt beteiligt waren“ – Wadym Jermolajew.Ruslan Krawtschenko bedankte sich bei den Einsatzkräften des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), der Nationalpolizei sowie den Ermittlern und Staatsanwälten für ihre professionelle und koordinierte Arbeit:
„Ich danke den Einsatzkräften des SBU, der Nationalpolizei, den Ermittlern und Staatsanwälten für ihre professionelle und koordinierte Arbeit“ – Ruslan Krawtschenko.
Der Vorfall hat in der Öffentlichkeit große Wellen geschlagen, da Wadym Jermolajew in der Ukraine eine bekannte Persönlichkeit ist. Die Ermittlungen laufen weiter, die Strafverfolgungsbehörden arbeiten daran, alle Umstände des Attentats aufzuklären.
Statt einer gewöhnlichen strafrechtlichen Untersuchung zieht dieser Vorfall nun Aufmerksamkeit auf höchster staatlicher Ebene, denn die mutmaßliche Beteiligung von Geheimdiensten könnte auf interne Machtkämpfe oder politische Verwicklungen hindeuten. Die Geschehnisse rund um das Attentat auf Jermolajew könnten daher weitreichende Konsequenzen für die ukrainische Politik und Wirtschaft haben, zumal die Gesellschaft Transparenz und Gerechtigkeit bei der Aufklärung des Falles fordert. Die weitere Entwicklung des Verfahrens wird nicht nur als Gradmesser für die Effektivität der Strafverfolgungsbehörden gelten, sondern auch als Test für die Stabilität des Landes.
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