217-Millionen-Griven-Skandal: Beschaffung von Schutzwesten ohne Qualitätskontrolle und die Verstrickung mit den „Mindich-Tonbändern“.

217-Millionen-Griven-Skandal: Beschaffung von Schutzwesten ohne Qualitätskontrolle und die Verstrickung mit den „Mindich-Tonbändern“
217-Millionen-Griven-Skandal: Beschaffung von Schutzwesten ohne Qualitätskontrolle und die Verstrickung mit den „Mindich-Tonbändern“

Der Fall um die gescheiterte Panzerwesten-Beschaffung

Nach Angaben von Espreso.tv: Im Verfahren Nr. 910/14189/25 gegen die Firma 'MILIKON UA' ging es um einen Auftrag im Wert von 217 Millionen Griwna für Schutzwesten, die die erforderlichen Qualitätstests nicht bestanden haben. Der Skandal reiht sich ein in die Affäre um die sogenannten 'Mindich-Tonaufnahmen', die Druck auf den damaligen Verteidigungsminister Rustem Umjerow dokumentieren. Nach Umjerows Rücktritt wurde der als toxisch geltende Vertrag gekündigt. Die Aufnahmen zeigen, wie versucht wurde, den Minister zu bestimmten Entscheidungen zu drängen.

Den Zuschlag für die Ausschreibung erhielt 'MILIKON UA' im Februar 2025. Doch die gelieferten Schutzwesten fielen bei der Abnahmeprüfung durch. Im November 2025 leitete das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) ein Verfahren gegen sieben Verdächtige im Fall 'Midas' ein. Einen Monat später, im Dezember 2025, erließ der Hohe Antikorruptionsgerichtshof einen Haftbefehl in Abwesenheit gegen Mindich.

Öffentliche Empörung und Expertenkritik

Im Frühjahr 2026 wurden die 'Mindich-Bänder' veröffentlicht, was breite Wellen schlug. Im Mai 2026 erreichten 10.000 Schutzwesten die Soldaten nicht rechtzeitig – ein Versagen, das heftige Kritik auslöste. Am 10. Juni 2026 durchsuchte der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) die Geschäftsräume des Unternehmers Wassyl Wesselyj, was ebenfalls mit dieser Affäre in Verbindung gebracht wird.

Witalij Schabunin kommentierte die Lage mit den Worten: 'Dieser Fall zeigt anschaulich, wie Rüstungsbeschaffungen funktionieren, wenn Figuren wie Mindich ins Spiel kommen.'

Die Ereignisse verdeutlichen tiefgreifende Missstände im System der öffentlichen Auftragsvergabe, die dringend behoben werden müssen, um die Qualität der Ausrüstung und die Sicherheit der Soldaten zu gewährleisten.

  • Der Fall um die Panzerwesten-Ausschreibung macht strukturelle Schwächen in der ukrainischen Vergabepraxis deutlich, besonders in sensiblen Bereichen wie der Verteidigung.
  • Rechtswidrige Handlungen und Korruptionsnetzwerke, die immer offener zutage treten, gefährden die Sicherheit der Streitkräfte, die auf zuverlässige Ausrüstung angewiesen sind.
  • Es ist unerlässlich, dass die zuständigen Behörden die Qualitätskontrollen verschärfen und die Transparenz der Beschaffungsprozesse erhöhen, um Wiederholungen solcher Vorfälle zu verhindern.

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