Der Bukowina Meister macht seit 40 Jahren Holzsärge: Warum die Jugend keinen Beruf ergreift.
Der Holzsargmeister Jaroslaw Malish
Nach Angaben von inkorr.com: Jaroslaw Malish aus dem Dorf Jabłunytsia in Bukowina beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der handwerklichen Herstellung von Holzsärgen. Diese Tätigkeit begann er in seiner Jugend, als er seinen Vater verlor. Jetzt braucht er nur acht Stunden, um einen Sarg zu erstellen. Der Mann kombiniert geschickt traditionelle Methoden mit modernen Technologien in seiner Arbeit.
„Ich habe mir einen Sarg aus gutem Holz gemacht. Einen gekauften möchte ich nicht, denn die sind schwach. Wenn man Lehm hineinlegt, bricht er sofort zusammen, aber meiner nicht, denn das ist grobes Brett. Zuerst hatten meine Kinder Angst vor diesem Sarg, daher habe ich ihn überall versteckt – sogar im Heu“, erzählt Jaroslaw.
Neben Särgen schafft Jaroslaw auch Brunnen und Häuser, merkt aber an, dass die Jugend das Interesse an solchen Handwerken verloren hat. Gleichzeitig wächst weltweit die Beliebtheit umweltfreundlicher Bestattungen, die versuchen, die negative Auswirkung auf die Natur zu verringern und eine Alternative zu herkömmlichen Beisetzungen oder Einäscherungen darzustellen.
Die Geschichte von Jaroslaw veranschaulicht, dass in verschiedenen Regionen alte Handwerke noch bestehen, aber sie könnten aufgrund des Interesses der Jugend verschwinden. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass in der modernen Welt ein Trend zu umweltbewussten Ansätzen besteht, der sich sogar in den Bestattungstraditionen widerspiegelt.
Somit bewahrt die Tätigkeit von Jaroslaw Malish nicht nur Traditionen, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten für einen umweltfreundlichen Ansatz bei Bestattungen. Sein Handwerk zeigt die Bedeutung der Verbindung von Vergangenheit mit modernen Anforderungen, denn der Erhalt des kulturellen Erbes kann ein wichtiges Element für die Zukunft werden. In einer sich schnell verändernden Welt können die Erinnerung an Traditionen und der Respekt vor der Umwelt entscheidende Faktoren bei der Bildung neuer gesellschaftlicher Trends werden.
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