Finanzspritze für Existenzgründer: Ukrainisches Rotes Kreuz vergibt Zuschüsse in Frontgemeinden.
So funktioniert die Antragstellung
Nach Angaben von Novyny.live: Das Ukrainische Rote Kreuz hat die Bewerbungsphase für ein neues Förderprogramm eröffnet. Es richtet sich an Binnenvertriebene und die lokale Bevölkerung in frontnahen Gebieten, die durch den Krieg in wirtschaftliche Not geraten sind. Ziel ist es, ihre finanzielle Situation durch Starthilfen für kleine Geschäftsideen nachhaltig zu verbessern.
Die Förderung beträgt bis zu 3.300 US-Dollar, umgerechnet etwa 144.000 Hrywnja. Antragsberechtigt sind Haushalte mit einem Pro-Kopf-Einkommen von maximal 20.000 Hrywnja. Das Programm startet in den Landgemeinden Hrunskoje und Tschernetschschyna und könnte später auf die Stadt Ochtyrka ausgeweitet werden. Insgesamt werden die 20 überzeugendsten Geschäftskonzepte eine Finanzierung für die Umsetzung erhalten.
Wer kann einen Antrag stellen?
Besonders berücksichtigt werden bei der Vergabe folgende Bevölkerungsgruppen:
- Familien mit Angehörigen ab 65 Jahren,
- kinderreiche Familien,
- Alleinerziehende (Mutter oder Vater) mit Kindern,
- sowie Haushalte mit Menschen mit Behinderung.
Zusätzlich können Bewohner der Gemeinde Ochtyrka ab dem 10. Februar Unterstützung beim UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) beantragen. Dort erhalten sie für drei Monate eine monatliche Unterstützung von 3.600 Hrywnja pro Person.
Diese Initiative des Ukrainischen Roten Kreuzes ist ein wichtiger Schritt, um Kriegsbetroffenen zu helfen und die wirtschaftliche Basis in den frontnahen Regionen zu stabilisieren.
Angesichts des anhaltenden Krieges ist die Unterstützung für Vertriebene und die verbliebene Bevölkerung in der Frontzone von entscheidender Bedeutung. Solche Förderprogramme leisten nicht nur akute Nothilfe, sondern stärken durch die Förderung lokaler Kleinunternehmen auch die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden. Sie sind ein Baustein für den wirtschaftlichen Wiederaufbau in den stark betroffenen Gebieten der Ukraine.
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