Zelensky wies Trumps Plan zurück: Die Ukraine präsentierte Washington eigene Friedensbedingungen.
Nach Angaben von ТСН: Die Ukraine strebt danach, die Führung in den Friedensverhandlungen zu übernehmen und ignoriert die Ultimaten der US-Präsidentenverwaltung. Wolodymyr Selenskyj sandte einen Gegenvorschlag an das Weiße Haus, der darauf abzielt, die Forderungen nach Kapitulation zu stoppen.
Die Details des geschlossenen Austauschs von Informationen zwischen Kiew und Washington wurden von der New York Times berichtet.
20 Punkte gegen 28
Früher hatte Trump seinen 28-Punkte-Plan vorgeschlagen, der laut Quellen 'sehr nach russischen Thesen' aussah. Er forderte, dass die Ukraine mehr Gebiete aufgibt als derzeit von Russland besetzt.
Die Antwort der Ukraine besteht aus 20 Punkten und begleitenden Dokumenten. Laut europäischen und amerikanischen Beamten schloss Kiew aus Trumps Plan die Punkte aus, die 'rote Linien' überschritten:
Gebiete: Die Ukraine besteht darauf, die Kontrolle über die derzeit von den Streitkräften gehaltenen Gebiete aufrechtzuerhalten, die Trumps Plan vorgeschlagen hat, abzutreten.
NATO: Kiew wies die Forderung zurück, den Beitritt zum Bündnis abzulehnen, und ließ die Möglichkeit von 'offenen Türen' bestehen.
Garantien durch den Kongress
Selenskyj betonte, dass er kein 'zweites Budapester Memorandum' benötigt. Die Hauptbedingung sind echte Sicherheitsgarantien, die die USA und Europa verpflichten würden, die Ukraine im Falle eines neuen Angriffs zu schützen.
Um sicherzustellen, dass diese Garantien nach einem Machtwechsel in den USA nicht aufgehoben werden, verlangt Kiew deren Ratifizierung auf höchster Ebene.
'Das Dokument über die Sicherheitsgarantie, an dem wir arbeiten, wird schließlich dem Kongress vorgelegt. Wir brauchen effektive Garantien', sagte Selenskyj gegenüber Reportern.
Die Idee der 'freien Zone' von den USA
Die Verhandlungen sind schwierig. Laut NYT hat die amerikanische Seite begonnen, Kiew unter Druck zu setzen, indem sie vorschlägt, eine 'freie Wirtschaftszone' im von der Ukraine kontrollierten Teil von Donbas zu schaffen. Die Idee ist, dass dort weder ukrainische noch russische Truppen stationiert sind.
Selenskyj sieht diesen Vorschlag skeptisch, da er nicht den Rückzug der Russen aus dem gesamten Donbass-Gebiet vorsieht.
'Wenn du mit uns über Kompromisse sprichst, musst du einen ehrlichen Kompromiss anbieten', kommentierte er den Vorschlag der Amerikaner.
Trump verliert die Geduld
Das Weiße Haus signalisiert, dass die Zeit knapp wird. Trumps Sprecherin Caroline Levitt stellte fest, dass der Präsident 'äußerst frustriert über beide Seiten dieses Krieges' ist.
'Er will keine weiteren Gespräche. Er will Taten. Er will, dass dieser Krieg endet', vermittelte sie Trumps Stimmung.
Experten sind sich bewusst, dass Russland wenig wahrscheinlich dem ukrainischen Gegenvorschlag zustimmen wird. Dennoch ist Kiews Schritt wichtig, um eine konstruktive Position zu zeigen und Trump nicht die Schuld an der Störung der Verhandlungen zu geben.
Dieses Wochenende wird ein 'entscheidendes Treffen' von Witkoff mit Selenskyj und europäischen Führungspersönlichkeiten stattfinden. Die USA glauben, dass diese Kommunikation entscheidend ist, da Washington so schnell wie möglich Frieden erreichen möchte.
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