Kostenlose Fahrten in Mykolajiw: Unter welcher Bedingung der Verkehrsträger zustimmte.
Nach Angaben von inkorr.com: Die Idee kostenloser Fahrten im öffentlichen Verkehr von Mykolajiw erhielt Unterstützung von der Verwaltung des Unternehmens "Mykolajiwpastytrans", jedoch nur unter der Bedingung, dass die Kosten vom städtischen Haushalt getragen werden. Dies erklärte der Direktor des Unternehmens, Dmytro Teslenko, in seinem Post auf Facebook. Details berichtet die Zeitung MykVisti.
Bedingungen für die Unterstützung kostenloser Fahrten in Mykolajiw
Teslenko betonte, dass er diese Initiative unterstützt, wies jedoch auf die Wichtigkeit eines "ehrlichen Ansatzes" hin:
- Wenn der Fahrgast nicht bezahlt, muss die Stadt die Kosten übernehmen;
- Die Finanzierung muss rechtzeitig und in vollem Umfang bereitgestellt werden;
- Ohne Garantien sind Verspätungen, Schuldenansammlungen und Abnutzung des Transports möglich.
"Ein kostenloses Mittagessen ist das teuerste. Ich bin dafür, wenn eine genehmigte Finanzierung und Einkommensgarantien vorhanden sind. Mich interessiert nicht der Populismus, mich interessiert, dass der Verkehr ehrlich läuft - nicht auf Kosten der Sicherheit und der Arbeitnehmer", betonte Teslenko.
Reaktion der Stadtverwaltung
Dieser Post war eine Antwort auf den Vorschlag der Stadträtin von der Partei "Diener des Volkes", Tetyana Dombrovska, die am 31. Oktober in der Sitzung vorgeschlagen hatte, den öffentlichen Verkehr für alle Bewohner kostenlos zu machen.
Der Bürgermeister Oleksandr Senkevych stellte fest, dass eine solche Initiative nur nach Berechnung der potenziellen Einnahmen aus den Beförderungen und der Festlegung der Entschädigungssumme, die der städtische Haushalt den kommunalen Verkehrsträgern zahlen muss, möglich ist.
Frühere Initiativen
Die Idee kostenloser Fahrten für die Mykolajewer ist nicht neu. Sie wurde bereits 2021 im Hinblick auf den elektrischen Verkehr diskutiert, und 2018 ging es um die vollständige Abschaffung der Fahrpreise. Das Projekt wurde jedoch aufgrund unzureichender Finanzierung nicht umgesetzt.
Zum Vergleich: In Charkiw gibt es seit 2022 kostenlosen öffentlichen Transport, und die Stadtverwaltung plant, diesen auch nach dem Ende des Krieges beizubehalten.
Die Einführung kostenloser Fahrten führt zu aktiven Diskussionen unter Vertretern der lokalen Verwaltung und der Öffentlichkeit. Diese Frage bleibt aktuell, da der Krieg und wirtschaftliche Schwierigkeiten die Sicherheit und Zugänglichkeit des öffentlichen Verkehrs für die Stadtbewohner in den Vordergrund rücken. Ob es Mykolajiw gelingt, eine Lösung zu finden, die alle Seiten zufriedenstellt, wird die Zeit zeigen.
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