Nächtliche Snacks erhöhen das Risiko von Fettleibigkeit: Was die Studien sagen.

Nächtliche Snacks erhöhen das Risiko von Fettleibigkeit: Was die Studien sagen
Nächtliche Snacks erhöhen das Risiko von Fettleibigkeit: Was die Studien sagen

Nach Angaben von ТСН: Snacks sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer täglichen Ernährung geworden, und Experten betonen, dass ihr Nutzen von den gewählten Produkten und dem Zeitpunkt des Verzehrs abhängt. Ernährungsexperten sind der Ansicht, dass die richtigen Snacks helfen können, den Appetit zu kontrollieren, einen stabilen Energieniveau aufrechtzuerhalten und sogar beim Abnehmen zu unterstützen, wenn sie in die gesamte Ernährung einbezogen werden, insbesondere um eine ausreichende Menge an Proteinen und Ballaststoffen sicherzustellen.

Wie Snacks den Appetit und das Gewicht beeinflussen

Trotz des weit verbreiteten Mythos, dass zur Gewichtsreduktion die Anzahl der Mahlzeiten verringert werden sollte, versichern Fachleute: die richtigen Snacks können beim Appetitmanagement und der Aufrechterhaltung der Energie helfen. Wie die Ernährungswissenschaftlerin Lauren Harris-Pincus anmerkt,

„Ein nahrhafter Snack steht nicht im Widerspruch zum Ziel des Abnehmens, sondern kann im Gegenteil plötzlichen Hungerattacken und Überessen vorbeugen.“

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Häufigkeit der Mahlzeiten keinen wesentlichen Einfluss auf das Körpergewicht hat, wenn die gesamte Kalorienaufnahme und die Qualität der Produkte auf einem angemessenen Niveau sind. Das bedeutet, dass Snacks Teil einer ausgewogenen Ernährung sein können, wenn man die richtigen Produkte wählt.

Was macht einen Snack gesund

Die Expertin Caroline Margolis weist darauf hin, dass der Hauptfaktor für die Nützlichkeit eines Snacks seine Zusammensetzung ist. Eine Kombination aus Proteinen, Ballaststoffen und gesunden Fetten hilft, das Sättigungsgefühl zu bewahren und den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte liefern nicht nur notwendige Vitamine und Mineralstoffe, sondern fördern auch die Verdauung.

Portionskontrolle spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Ernährungswissenschaftlerin Andrea Mathis empfiehlt, Snacks im Voraus zu portionieren, um Überessen zu vermeiden, und sie nicht während der Arbeit oder beim Fernsehen zu verzehren, da dies das Bewusstsein verringern kann.

Laut der Ernährungswissenschaftlerin Huma Chaudry enthält ein gesunder Snack normalerweise etwa 200–250 kcal, mindestens 10 Gramm Protein und 5 Gramm Ballaststoffe. Dennoch sollte der Ansatz beim Snacking individuell gestaltet werden, da die Bedürfnisse von Person zu Person unterschiedlich sind.

Nächtliche Snacks: Warum sie am riskantesten sind

Späte Abend-Snacks können sogar beim Verzehr gesunder Produkte gefährlich sein. Die Professorin für Ernährungswissenschaften Sarah Berry weist darauf hin, dass

„der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme die metabolische Reaktion des Körpers nicht weniger beeinflusst als die Zusammensetzung der Produkte.“

Laut ihren Studien snacken ein Drittel der Menschen nach 21:00 Uhr. Daten zeigen, dass nächtliche Nahrungsaufnahme mit einem erhöhten Risiko für abdominale Fettleibigkeit und einer Verschlechterung der Cholesterin- und Lipidwerte verbunden ist. Dies steht im Zusammenhang mit Studien zur Chronoernährung, die untersuchen, wie biologische Rhythmen die Nahrungsaufnahme beeinflussen.

Der Körper verarbeitet Nahrung nachts anders, weshalb Experten empfehlen, die letzte Mahlzeit bis 20:00–21:00 Uhr zu beenden, um gesundheitliche Risiken zu minimieren und den Stoffwechsel zu stabilisieren.

Wissenschaftliche Perspektive

Trotz der Vielzahl an Empfehlungen bleibt die Frage nach dem Nutzen von Snacks umstritten. Studien zeigen, dass die Auswahl von Snacks oft nicht durch Hunger bestimmt wird, sondern von Gewohnheiten, Produktverfügbarkeit und emotionalem Zustand abhängt. In Übergewichtigen Gruppen ist der größte Faktor, der zu 'schädlichen' Snacks führt, die Versuchung.

Der Mythos, dass häufige Snacks den Stoffwechsel beschleunigen, fand keine wissenschaftliche Bestätigung. Stattdessen können Produkte mit hohem Protein- und Ballaststoffgehalt helfen, Überessen zu vermeiden, während süße und kalorienreiche Snacks zur Gewichtszunahme beitragen.

Auch der Zeitpunkt des Snackens ist wichtig: Studien zeigen, dass nächtliches Essen den Fettstoffwechsel stärker negativ beeinflusst als tagsüber.

Für wen Snacks hilfreich sind und für wen nicht

Snacks können hilfreich sein, wenn zwischen den Hauptmahlzeiten große Zeiträume liegen, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Überessens steigt. Für einige Menschen werden sie jedoch zu einer Quelle von 'überflüssigen' Kalorien, die tagsüber nicht ausgeglichen werden. Daher variiert die Reaktion auf Snacks.

Experten empfehlen, einfache und nahrhafte Produkte zu wählen: Käse, Eier, Nüsse, Gemüse, Samen, Hummus, Joghurt, Edamame, ölpopcorn und Smoothies auf Kefirbasis.

Wir erinnern daran, dass Beeren aus fernen Kontinenten und teure Ergänzungen seit Jahren als 'Wunderprodukte' beworben werden. Experten erklärten, welche Superfoods die Kosten nicht rechtfertigen.


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