Diesel in Ukraine um 14,5 Hrywnja günstiger – warum Benzin nicht nachzieht.
Preise für Dieselkraftstoff in der Ukraine sinken
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Kraftstoffmarkt erlebt eine positive Entwicklung für Diesel-Fahrer: Laut Experte Serhij Kujun sind die Preise für Dieselkraftstoff um 14,5 Hrywnja pro Liter gefallen. Diese Entlastung kommt nach einer turbulenten Phase: Anfang Mai 2023 hatten die Dieselpreise ihren Höchststand erreicht, nachdem sie zuvor um 30 Hrywnja gestiegen waren – ausgelöst durch eine Versorgungskrise.
Aktuell liegt der Dieselpreis in allen Tankstellennetzen unter 80 Hrywnja pro Liter. Branchenkenner rechnen damit, dass die Kosten in den nächsten sieben bis zehn Tagen um weitere 4 bis 5 Hrywnja sinken könnten. Serhij Kujun äußerte sich optimistisch:
„Bei uns läuft alles sehr gut. Der Preis fällt weiter.“ — Serhij Kujun
Er ergänzte, dass dieser Trend bereits absehbar gewesen sei.
Lage bei Benzin
Anders sieht es beim Benzin aus: Hier bleiben die Preise stabil, da die weltweiten Notierungen für diesen Kraftstoff nicht nachgeben. „Der Prozess beim Benzin stockt noch, weil es international nicht billiger wird“, erklärte Kujun. Gleichzeitig betonte er: „Generell zeigt unsere Analyse, dass sich die Preise in Ukraine exakt so entwickeln wie an den Zapfsäulen in Europa oder den USA.“
Der Rückgang der Dieselpreise könnte die ukrainische Wirtschaft spürbar entlasten – vor allem bei Transportkosten für Waren und bei Dienstleistungen der Wohnungswirtschaft. Allerdings birgt die fehlende Preissenkung bei Benzin die Gefahr eines Ungleichgewichts am Kraftstoffmarkt, was wiederum das Verbraucherverhalten beeinflussen könnte. Die Preisentwicklung bleibt volatil; weitere Schwankungen hängen von den globalen Ölpreisen und der Nachfrage in der Ukraine ab.
Lesen Sie auch
- Frischer Weizen drückt die Preise: Das kostet die Tonne jetzt
- Rente mit 40 Dienstjahren: Was Ukrainer 2026 erwarten können
- Mietpreise in Odessa schießen um 19 Prozent nach oben: Das kosten Wohnungen im Juni 2026
- Lkw-Verkehr an der Grenze zu Rumänien: Fahrverbote am 29. und 30. Juni
- Neue Allianz: Ukrainische Post und Etsy – Was Verkäufer jetzt wissen müssen
- Russland baut seine Schattenflotte aus: Uralter Tanker stößt zum sanktionierten Arctic-LNG-2-Projekt

