Spritpreise in der Ukraine: Das kosten Benzin, Diesel und Autogas am 27. Mai.
Lage auf dem ukrainischen Kraftstoffmarkt
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 27. Mai 2023 zeigen die Treibstoffpreise in der Ukraine starke Schwankungen. Grund dafür sind unter anderem die anhaltenden Kampfhandlungen im Land. Die aktuellen Literpreise im Überblick:
- Superbenzin A-95 Premium – 79,89 Hrywnja
- Normalbenzin A-95 – 75,87 Hrywnja
- Benzin A-92 – 69,62 Hrywnja
- Dieselkraftstoff – 86,84 Hrywnja
- Autogas (LPG) – 46,59 Hrywnja
Das günstigste Premiumbenzin A-95 bietet die Tankstellenkette 'Katral' in der Region Odessa an – hier kostet der Liter 75,99 Hrywnja. Am teuersten ist dieser Kraftstoff bei der Kette Grand Petrol im Gebiet Kiew mit 82,99 Hrywnja pro Liter. Im Gebiet Luhansk ist Premiumbenzin A-95 derzeit gar nicht erhältlich.
Beim Benzin A-92 verzeichnet die Tankstellenkette ZOG in Saporischschja mit 62,00 Hrywnja den niedrigsten Preis. Den Höchstpreis für A-92 verlangt die Kette 'Avtotrans' in der Region Poltawa mit 74,98 Hrywnja je Liter. Auch Diesel ist in Luhansk nicht zu bekommen. Den günstigsten Diesel gibt es mit 80,50 Hrywnja pro Liter bei der Kette 'Faktor' in der Region Schytomyr, während die Kette Motto in der Region Donezk mit 91,48 Hrywnja den Spitzenpreis stellt.
Bevorstehende Steueränderungen
Mit Blick auf die Zukunft sind ab dem 1. Januar 2026 höhere Verbrauchsteuern auf Kraftstoffe in der Ukraine geplant:
- Steuer auf Benzin – 300,8 Euro
- Steuer auf Diesel – 253,8 Euro
- Steuer auf LPG – 198,0 Euro
Wichtig zu wissen: Diese Abgaben sollen bis zum Jahr 2028 jährlich steigen. Für 2025 ist die Verbrauchsteuer auf Benzin mit 271,7 Euro festgesetzt, auf Diesel mit 215,7 Euro und auf LPG mit 173,0 Euro.
Fachleute halten die Preiserhöhungen für unvermeidlich. Serhij Kujun betonte:
„Die Verteuerung von Treibstoff war im Grunde unausweichlich.“Wolodymyr Omeltschenko ergänzte, dass Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuer zusammen etwa 42 Prozent des Dieselpreises, 44 Prozent des Benzinpreises und 47 Prozent des LPG-Preises ausmachen. Oleh Pendzin gab seine Prognose ab:
„100 Hrywnja pro Liter Benzin wird es sicher nicht geben, aber die Preise werden wohl noch um mindestens 5 bis 7 Hrywnja steigen.“
Der ukrainische Kraftstoffmarkt bleibt somit unter Druck – sowohl durch die geopolitische Lage als auch durch die geplanten Steuererhöhungen. Die aktuellen Preisbewegungen sind ein Spiegelbild der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die durch Krieg und Steuerreformen geprägt sind. Die bis 2028 geplanten Anhebungen der Verbrauchsteuern könnten die Preise weiter nach oben treiben, was die Ausgaben der Verbraucher und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung belasten dürfte. Angesichts der anhaltenden Instabilität ist es wichtig, die Preisentwicklung und mögliche Veränderungen bei der Treibstoffversorgung im Auge zu behalten.
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