Beamter des Militärrekrutierungsamts angeklagt: 60-Jähriger brutal zusammengeschlagen.
Gewaltvorfall im Rajon Kowel
Nach Angaben von TSN.ua: Die Staatsanwaltschaft (DBR) hat Anklage gegen einen Mitarbeiter des regionalen Militärrekrutierungsamts (TZK) von Kowel erhoben. Ihm wird vorgeworfen, einen 60-jährigen Mann, der nicht wehrpflichtig war, misshandelt zu haben. Der Vorfall ereignete sich am 20. März in der Siedlung Sabolottja im Rajon Kowel. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen durch das Vorgehen der TZK-Angehörigen.
Laut Ermittlungen setzten die Mitarbeiter des Rekrutierungszentrums körperliche Gewalt gegen den Mann ein, was zu einem verschobenen Armbruch führte. Zudem betäubte einer der Soldaten den Rentner mit einem Elektroschocker und sprühte ihm Pfefferspray ins Gesicht. Die Angreifer beschädigten auch das Fahrzeug des Opfers, indem sie dessen Reifen zerschnitten. Solche Übergriffe werfen Fragen nach den Befugnissen von Militärbeamten auf.
Reaktionen und rechtliche Schritte
Ärzte stellten beim Opfer mittelschwere Körperverletzungen fest. Daraufhin wurde dem Leiter einer Abteilung des Kowler TZK offiziell der Tatverdacht nach Artikel 122, Teil 1 des ukrainischen Strafgesetzbuchs mitgeteilt. Das Gericht verhängte gegen ihn Hausarrest als vorbeugende Maßnahme. Die Ermittlungen der DBR laufen weiter, und es werden Anklagen gegen weitere Beteiligte vorbereitet.
Der Fall hat in der Gesellschaft Besorgnis über das Vorgehen von Militärangehörigen und deren Befugnisse im Mobilisierungsprozess ausgelöst. Derartige Vorfälle könnten das Vertrauen der Bürger in diese Institutionen erschüttern und die Forderung nach strengerer Kontrolle ihrer Aktivitäten verstärken. Die fortgesetzte Untersuchung durch die DBR zielt darauf ab, alle Umstände zu klären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
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