Korruptionsverdacht im Verteidigungsministerium: Ex-Beamter soll Schmiergelder für Militäraufträge kassiert haben.
Enthüllung korrupter Machenschaften im ukrainischen Verteidigungsministerium
Nach Angaben von Novyny.live: Das Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) hat ein Korruptionsnetzwerk aufgedeckt, in das ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des ukrainischen Verteidigungsministeriums verwickelt sein soll. Ihm wird vorgeworfen, von Geschäftsleuten aus Lwiw Bestechungsgelder und einen bezahlten Urlaub erhalten zu haben. Im Gegenzug soll er ihnen bei der Vergabe von Aufträgen zur Beschaffung von Schutzausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte geholfen haben. Bei dem Beschuldigten handelt es sich um den früheren stellvertretenden Leiter der Hauptabteilung für materielle Ressourcen des Ministeriums.
Nach Angaben der Ermittler überwiesen die Unternehmer zwischen März und April 2022 umgerechnet 150.000 Griwna auf Konten, die mit dem Ex-Beamten in Verbindung stehen. Ende desselben Jahres finanzierte einer der Lwiwer Geschäftsleute zudem einen Kuraufenthalt für den Beschuldigten in Truskawez, der knapp 290.000 Griwna kostete. Diese Vorfälle deuten auf systematische Korruption im Bereich der öffentlichen Beschaffung hin.
Missstände bei öffentlichen Ausschreibungen
Den vorliegenden Daten zufolge belief sich der Gesamtwert der Verträge, die von den Firmen der Beschuldigten abgeschlossen wurden, auf über 1,8 Milliarden Griwna. Aufgrund der mangelhaften Qualität der gelieferten Ausrüstung für die Streitkräfte entstand dem Staat ein Schaden von mehr als 1,167 Milliarden Griwna. Diese Zahlen unterstreichen die Schwere der Vorfälle und die Notwendigkeit weiterer Ermittlungen.
Sowohl die Lwiwer Geschäftsleute als auch der ehemalige Ministeriumsbeamte stehen nun im Visier des Staatlichen Ermittlungsbüros, das ihre Beteiligung an korrupten Handlungen und Missbrauch bei öffentlichen Ausschreibungen vermutet. Die Untersuchungen dauern an, und weitere Details könnten in Kürze bekannt gegeben werden.
Die Aufdeckung dieses Korruptionsschemas verdeutlicht die anhaltenden Probleme im öffentlichen Beschaffungswesen der Ukraine – besonders in Kriegszeiten, in denen die Versorgung der Armee oberste Priorität haben sollte.
Quelle: Staatliches Ermittlungsbüro der Ukraine
Korruptionspraktiken, die zu erheblichen finanziellen Verlusten führen, gefährden die nationale Sicherheit und die effiziente Verwendung von Haushaltsmitteln. Weitere Ermittlungen könnten nicht nur alle Beteiligten zur Rechenschaft ziehen, sondern auch Reformen im Beschaffungswesen anstoßen, um künftigen Missbrauch zu verhindern.
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