Ukraine droht im April eine Treibstoffkrise.
Wie der Nahost-Krieg den globalen Ölmarkt belastet
Nach Angaben von TSN.ua: Der Vorsitzende des Finanzausschusses des ukrainischen Parlaments, Danylo Hetmantsev, warnt vor einer möglichen Treibstoffknappheit bereits im April. Auslöser könnte eine Drosselung der Ölförderung im Nahen Osten sein, falls der Iran die Straße von Hormus blockiert. Analysten von JPMorgan Chase & Co. prognostizieren, dass eine solche Blockade die Ölförderung in der Region für mindestens 25 Tage beeinträchtigen würde. Diese Entwicklung zeigt, wie sehr regionale Konflikte die globale Versorgungskette stören können.
Die nur 55 Kilometer breite Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Ölprodukte weltweit. Täglich passieren etwa 19 Millionen Barrel Öl diese Passage, was einem Fünftel des globalen Handelsvolumens entspricht. Die Ölimporte aus dem Persischen Golf sind für viele Nationen überlebenswichtig, insbesondere für:
- Japan, das zu 80-90% davon abhängt
- China, das 30-40% seines Bedarfs darüber deckt
Danylo Hetmantsev: 'Eine Mangellage bei Kraft- und Schmierstoffen könnte in unserem Land bereits im April eintreten.'
Er betonte die Dringlichkeit von Gegenmaßnahmen, um Engpässe auf dem heimischen Markt zu verhindern, und erklärte: 'Die Aufgabe besteht darin, das Entstehen eines Mangels auf dem Binnenmarkt zu verhindern.'
Die angespannte Lage schlägt sich bereits in den Preisen nieder. In Deutschland überschritten die Benzinpreise die Marke von 2,40 Euro pro Liter – ein deutliches Signal für den wachsenden Druck auf die globalen Ölmärkte. Vor diesem Hintergrund könnte auch der ukrainische Treibstoffmarkt unter erheblichen Stress geraten, was Regierung und Behörden vor neue Herausforderungen in der Energiepolitik stellt.
Besondere Gefahr für die Ukraine
Die Eskalation im Nahen Osten und eine mögliche Blockade der Straße von Hormus würden die globalen und regionalen Treibstoffmärkte erheblich destabilisieren. Für Länder, die stark von Ölimporten abhängig sind, birgt dies ernste Risiken. Die Ukraine, die bereits mit angespannten Versorgungslagen kämpft, muss daher dringend handeln, um die Stabilität ihres Binnenmarktes zu sichern. Die zuständigen Stellen sollten Optionen prüfen, um die Lieferquellen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von Ölimporten in Zeiten globaler Erschütterungen zu verringern.
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