Abgeordnete fordern deutliche Anhebung der Mindestrente: 2026 liegt sie fast dreimal unter dem tatsächlichen Existenzminimum.
Das Dilemma der Mindestsicherung
Nach Angaben von TSN.ua: Eine Gruppe von Volksvertretern drängt auf eine sofortige Neubewertung der Mindestsozialleistungen. Der Grund: Der aktuelle Satz deckt nicht einmal die grundlegendsten Bedürfnisse von Rentnern. Zu diesem Zweck wurde der Beschlussentwurf Nr. 15059 eingebracht, der eine Erhöhung der Mindestrente vorsieht.
Im Jahr 2026 soll die staatliche Altersmindestrente lediglich 2595 Hrywnja betragen. Demgegenüber steht das reale Existenzminimum für Erwerbsunfähige: Im zweiten Quartal 2026 werden dafür 7241 Hrywnja benötigt, im dritten Quartal steigt der Wert auf 7318 Hrywnja und im vierten Quartal sogar auf 7590 Hrywnja. Diese Zahlen offenbaren eine eklatante Kluft zwischen der festgesetzten Rente und den tatsächlichen Lebenshaltungskosten älterer Menschen.
Finanzierungsquellen für die Rentenerhöhung
Der Beschlussentwurf Nr. 15059 benennt auch konkrete Wege, um die höheren Renten zu finanzieren. Dazu gehören unter anderem:
- eine umfassende Kürzung nicht prioritärer Staatsausgaben;
- die Einwerbung von Mitteln internationaler Partner;
- ein verschärftes Vorgehen gegen Steuerhinterziehung.
Diese Maßnahmen könnten die notwendigen finanziellen Mittel für eine Aufstockung der Renten bereitstellen. Ein solcher Schritt wäre ein wichtiges Signal der Unterstützung für eine besonders verletzliche Bevölkerungsgruppe.
Die Diskussion um die Anpassung der Mindestsozialleistungen hat im Parlament daher hohe Priorität. Die Abgeordneten suchen nach tragfähigen Lösungen, um die finanzielle Situation der Rentner spürbar zu verbessern.
Vor dem Hintergrund steigender Inflation und wachsender Lebenshaltungskosten gewinnt die soziale Absicherung zunehmend an Brisanz. Die Verabschiedung dieser Verordnung könnte das Leben vieler Rentner grundlegend verändern, da ihr tatsächliches Einkommen nicht einmal die Basisbedürfnisse deckt. Die Suche nach neuen Finanzierungsquellen unterstreicht zudem die Notwendigkeit eines systemischen Ansatzes zur Lösung sozialer Fragen in der Ukraine.
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