Zweite große Gefangenenaustauschaktion: 302 Ukrainer kehren zurück.
Rückkehr von Soldaten und Zivilisten
Nach Angaben von Novyny.live: Im Rahmen eines zweiten umfangreichen Gefangenenaustauschs konnten am 6. März insgesamt 302 Personen in die Ukraine zurückkehren. Bei den Heimkehrern handelt es sich um 300 Angehörige der Streitkräfte sowie zwei Zivilisten. Einige von ihnen befanden sich seit dem Jahr 2022 in Gefangenschaft. Unter den freigelassenen Soldaten und Kämpfern befinden sich Vertreter folgender Einheiten:
- Streitkräfte der Ukraine (AFU)
- Territoriale Verteidigungskräfte (TDF)
- Nationalgarde der Ukraine (NGU)
- Grenzschutz der Ukraine (DPSU)
Der älteste der Rückkehrer ist 60 Jahre alt, der jüngste 26. Bereits zwei Tage vor diesem Austausch, am 5. März, waren 200 weitere Kriegsgefangene freigekommen. Somit kehrten innerhalb von nur 48 Stunden insgesamt 500 ukrainische Verteidiger zurück. Seit Beginn der großangelegten Invasion hat die Gesamtzahl der repatriierten Ukrainer nun die Marke von 6.922 Personen erreicht. Der Austausch erfolgte auf Basis von Vereinbarungen, die in den Verhandlungen in Genf getroffen wurden. Solche humanitären Aktionen sind ein wichtiges Signal inmitten des anhaltenden Konflikts.
Medizinische Versorgung und regionale Herkunft
Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez betonte, dass
„unter den Befreiten auch Personen sind, die bereits 2022 in Gefangenschaft gerieten. Es handelt sich um Matrosen, Soldaten und Unteroffiziere“. Nach ihrer Rückkehr werden alle Heimkehrer in medizinische Einrichtungen gebracht. Dort durchlaufen sie notwendige Untersuchungen, erhalten Behandlung und medizinische Rehabilitation. Das Koordinierungsstabshauptquartier bestätigte, dass sie zudem die erforderliche Unterstützung, Dokumente und finanzielle Leistungen erhalten.
Die befreiten Personen stammen aus verschiedenen Kampfgebieten. Dazu zählen die Regionen Donezk, Luhansk, Charkiw, Saporischschja und Cherson sowie Verteidiger, die an der Schlacht um Mariupol beteiligt waren.
Gefangenenaustausche sind eine zentrale humanitäre Maßnahme in diesem Krieg. Sie bringen nicht nur Soldaten und Zivilisten zurück in die Heimat, sondern stärken auch die Moral der Gesellschaft. Gleichzeitig zeigen sie, dass trotz aller Spannungen Verhandlungswege offen bleiben, was langfristig neue Möglichkeiten für Friedensgespräche eröffnen kann. Die Rückkehr jedes Einzelnen zu seiner Familie unterstreicht die Bedeutung der fortwährenden Solidarität mit den Streitkräften und ihren Angehörigen in dieser schweren Zeit.
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