EU-Rat verhängt Strafmaßnahmen gegen Folterer ukrainischer Gefangener – Namen genannt.
EU-Sanktionen gegen Menschenrechtsverletzer
Nach Angaben von Espreso.tv: Als Reaktion auf anhaltende systematische Verbrechen während des Konflikts hat der Rat der Europäischen Union im Dezember 2020 Sanktionen verhängt. Diese richten sich gezielt gegen Personen, die für schwere Menschenrechtsverstöße verantwortlich sind, darunter Massenmorde und Folter an ukrainischen Kriegsgefangenen. Die Maßnahmen sind Teil eines internationalen Pakets, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Das Massaker von Oleniwka und weitere Gräueltaten
Eines der schwerwiegendsten Kriegsverbrechen, das mit diesen Sanktionen geahndet wird, ist das Massaker an ukrainischen Gefangenen vom 28. bis 29. Juli 2022. Die Europäische Union hat deshalb folgende Personen mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt:
- Den ersten stellvertretenden Leiter des Gefängnisses in Oleniwka;
- Den Sicherheitschef der Strafkolonie Nr. 7 in Pankino, Alexej Chawetzki;
- Jan Sawenewski, einen FSB-Offizier, der an der Folter ukrainischer Zivilisten beteiligt war;
- Den Leiter der Strafkolonie Nr. 10 in Udarnoje, Alexander Gnutow;
- Die Leiterin des medizinischen Dienstes derselben Kolonie Nr. 10, Galina MokschaNowa.
Ein weiterer Ort der Grausamkeiten war die Untersuchungshaftanstalt Nr. 2 in Taganrog, in der unter anderem die ukrainische Aktivistin Wiktorija Roschtschyna zu Tode gefoltert wurde.
Der ukrainische Bürgerbeauftragte Dmytro Lubinez berichtete von insgesamt 695 verschiedenen Foltermethoden, die von russischer Seite angewendet werden. Er betonte, dass bereits 406 ukrainische Bürger durch die Folterungen ums Leben kamen. Diese Zahl belege den systematischen Charakter der Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
„Die Sanktionen unterstreichen die Schwere der Menschenrechtslage in der Ukraine während des Konflikts, insbesondere die brutale Behandlung der Gefangenen.“ — Quelle: Dmytro Lubinez
Die verhängten Strafmaßnahmen sind Teil globaler Bemühungen, die Täter zur Verantwortung zu ziehen und die Menschenrechte in der Ukraine zu schützen. Sie verdeutlichen das Engagement der internationalen Gemeinschaft, die Straflosigkeit für Kriegsverbrechen zu bekämpfen und die Opfer sowie deren Angehörige zu unterstützen. Die Sanktionen könnten ein entscheidender Schritt sein, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die fundamentale Menschenrechte mit Füßen treten, und zeigen die Bereitschaft internationaler Institutionen, entschlossen auf humanitäre Krisen zu reagieren.
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