Vertrag über die lebenslange Pflege: Wie man nicht durch Betrüger seine Wohnung verliert.

Vertrag über die lebenslange Pflege: Wie man nicht durch Betrüger seine Wohnung verliert
Vertrag über die lebenslange Pflege: Wie man nicht durch Betrüger seine Wohnung verliert

Für ältere Menschen, die Hilfe benötigen, wirkt der Vertrag über die lebenslange Pflege wie eine Möglichkeit, Pflege und Unterstützung im Austausch für Eigentum, meist Immobilien, zu erhalten. Bei einem solchen Vertrag überträgt der Eigentümer der Wohnung das Eigentum an eine andere Person, die sich verpflichtet, die Pflege bis zum Lebensende des ehemaligen Eigentümers zu gewährleisten.

Formal sieht alles einfach aus: Eine Partei erhält Pflege, die andere – eine Wohnung oder ein Haus. Aber der entscheidende Punkt ist, dass die Wohnung sofort in das Eigentum des Pflegenden übergeht, betonen die Anwälte der Firma 'Nakan'.

Und obwohl der neue Eigentümer nicht das Recht hat, das Eigentum bis zum Tod des Pflegebedürftigen zu verkaufen oder zu verschenken, gehört es rechtlich gesehen nicht mehr zu der älteren Person. Daher ist Betrug in diesem Bereich keine Seltenheit.

'Betrüger versprechen Pflege für die Alten, während sie ihnen stattdessen das Eigentum entwenden', unterstreichen die Juristen.

Risiken, sein Zuhause durch einen lebenslangen Pflegevertrag zu verlieren

Die Hauptgefahr des Vertrages über die lebenslange Pflege besteht in der unzureichenden Erfüllung der Verpflichtungen. Wenn der Pflegend seine Versprechen nicht einhält – nicht kommt, nicht hilft, keine Pflege bietet – wird es schwierig sein, die Wohnung zurückzubekommen. Eine automatische Kündigung des Vertrags ist nicht möglich. Der einzige Weg ist die gerichtliche Auflösung des Vertrags.

Aber das Gericht benötigt Beweise. Das bedeutet: Man muss Verstöße dokumentieren, Zeugen sammeln, Bestätigungen einholen und Dokumentation führen. Ohne fundierte Gründe könnte das Gericht keine Verstöße seitens des Pflegenden feststellen.

Wie man Risiken beim Unterzeichnen des Vertrags verringern kann

Um sich zu schützen, raten Juristen, die Verpflichtungen im Vertrag detailliert festzuhalten. Klarheit der Formulierungen ist der beste Schutz. Zum Beispiel nicht einfach 'Pflege anbieten', sondern konkret: 'dreimal pro Woche besuchen', 'zwei Mal im Monat Medikamente kaufen', 'monatlich 10.000 Hrywnja für Lebensmittel und Haushaltskosten zahlen'.

Darüber hinaus kann der Vertrag einen Kontrollmechanismus vorsehen – die Pflicht zur Vorlage von Berichten, die Teilnahme einer dritten Person als Aufpasser, die Möglichkeit eines Audits zur Erfüllung der Verpflichtungen. Solch eine Detaillierung hilft im Konfliktfall und macht den Vertrag nicht nur zu einem formalen Papier, sondern zu einem wirksamen Instrument.

Auf Grundlage des Vertrages über die lebenslange Pflege ist die Übertragung der Wohnung in das Eigentum des Pflegenden im Austausch für die Pflege einer älteren Person bis zu ihrem Lebensende möglich. Es besteht jedoch das Risiko von Betrug in diesem Bereich, wenn die versprochene Pflege zur Enteignung des Eigentums bei der betroffenen Person wird. Juristen empfehlen, solche Verträge mit großer Vorsicht abzuschließen und die Pflichten der Parteien detailliert festzuhalten sowie Kontrollmechanismen für deren Einhaltung vorzusehen.

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