Russische Drohne trifft Kiewer Höhlenkloster: Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale wurde erstmals 1941 zerstört.
Angriff auf die Mariä-Entschlafens-Kathedrale
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 15. Juni 2023 verursachte eine russische Drohne schwere Schäden an der Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Kiewer Höhlenkloster. Das Dach des bedeutenden historischen und architektonischen Bauwerks geriet durch den Einschlag in Brand. Die Kathedrale, deren Grundstein 1073 gelegt wurde und die 1089 geweiht wurde, besitzt eine tiefgreifende Geschichte, die weit über ihre religiöse Funktion hinausreicht und eine zentrale Rolle für die ukrainische Kultur spielt. Zum Kontext: Die Kathedrale gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke der Kiewer Rus.
Die Zerstörungen an der Kathedrale sind nicht nur eine Folge moderner Aggression. Bereits am 3. November 1941 wurde sie auf Befehl von Erich Koch gesprengt, um dieses Symbol ukrainischen Nationalstolzes zu tilgen. Die Vorbereitungen zur Verminung Kiews begannen im August und Anfang September 1941, wobei der Sprengstoff bis zum 10. September 1941 in den Fundamenten der Kathedrale platziert wurde. Um 12:05 Uhr am 3. November 1941 detonierte die Bombe und fügte dem Bauwerk massive Schäden zu.
Historischer Wert der Mariä-Entschlafens-Kathedrale
Die Geschichte der Kathedrale ist geprägt von Ereignissen, die sowohl ihren architektonischen Wert als auch ihre Bedeutung für die nationale Identität widerspiegeln. Ein grundlegender Wiederaufbau erfolgte 1470, während die umfangreichste Umgestaltung im 18. Jahrhundert nach einem Brand im Jahr 1718 stattfand. Trotz zahlreicher Restaurierungen wurde das Gebäude immer wieder zum Ziel von Angriffen, was seine Anfälligkeit für äußere Einflüsse unterstreicht.
- Bereits beim Sturm auf Kiew durch die Truppen von Khan Batu im Jahr 1240 erlitt die Kathedrale Schäden.
Die aktuellen Ereignisse rund um die Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Kiewer Höhlenkloster lösen daher große Besorgnis aus, angesichts ihrer historischen Bedeutung und ihres Stellenwerts für die ukrainische Kultur. Die Angriffe auf dieses Wahrzeichen verdeutlichen den anhaltenden Kampf um den Erhalt des nationalen Erbes.
Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein Symbol der nationalen Identität der Ukrainer. Ihre Geschichte spiegelt die wiederholten Versuche externer Mächte wider, die ukrainische Kultur zu vernichten, was die heutigen Attacken besonders schmerzhaft macht. Der Schutz eines so bedeutenden Architekturdenkmals wird so zu einer Frage nicht nur des Nationalstolzes, sondern auch des kulturellen Gedächtnisses des ukrainischen Volkes.
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