Ukraine startet Pilotprojekt für digitale Kassenbons.
Pilotphase für digitale Kassenbons
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine ist ein Pilotprojekt für elektronische Kassenbons, genannt eCheck, gestartet. Diese Initiative ist Teil der staatlichen Strategie zur Digitalisierung von Dienstleistungen und zur Verringerung des Verwaltungsaufwands für Unternehmen. Die digitalen Belege sollen dieselbe rechtliche Gültigkeit wie herkömmliche Papierbons besitzen. Diese Neuerung wird die Kosten für Unternehmer senken, denn, wie Julia Swyrydenko betont,
„Dies wird Unternehmen helfen, jährlich Millionen von Hrywnja einzusparen“.
So funktioniert die Einführung
Die Testphase beginnt bei vier Banken: PrivatBank, PUMB, VST bank und monobank. Nach einer Zahlung mit Karte wird der digitale Bon direkt in der Banking-App des Kunden hinterlegt. Verbraucher können dabei zwischen einem elektronischen und einem papierbasierten Zahlungsnachweis wählen. Papierbons bleiben weiterhin gültig, um auch jenen eine Option zu bieten, die noch nicht auf das digitale Format umstellen möchten.
An der eCheck-Initiative beteiligen sich bereits Handelsketten und Tankstellen, darunter:
- Awrora
- Fora
- Auchan
- Ukrnafta
Laut Angaben erstellten ukrainische Unternehmen im Jahr 2022 über 9 Milliarden Kassenbons – ein Beleg für das enorme Volumen an konsumierten Waren und Dienstleistungen im Land. Die Einführung elektronischer Belege könnte die Buchführung und Finanzverwaltung für viele Betriebe erheblich vereinfachen.
Das eCheck-Projekt vereinfacht somit nicht nur den Bon-Erhalt für Verbraucher, sondern senkt potenziell auch die Betriebskosten und fördert die digitale Wirtschaft in der Ukraine. Die Digitalisierung der Finanzprozesse ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Landes. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte dies die Grundlage für die weitere Digitalisierung anderer staatlicher Dienstleistungen legen.
Lesen Sie auch
- 4,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen: So will die Regierung die Personalkrise lösen
- 100-Prozent-Entschädigung für Bankkunden nach Pleite: Das müssen Sparer jetzt wissen
- EU überweist 2,8 Milliarden Euro an Kiew: Welche Auswirkungen auf den Staatshaushalt zu erwarten sind
- 5,9 Milliarden Euro für Drohnen: Erste Rate aus 90-Milliarden-Kredit an die Ukraine fließt im Juni
- Bis zu 200.000 Einzelunternehmer drohen in die Schattenwirtschaft abzuwandern: Auswirkungen neuer Umsatzgrenzen
- Trotz Haushaltslücke: Kiew gibt 3,5 Milliarden für Straßeninstandsetzung aus

