Russlands Wirtschaft nach vier Kriegsjahren: Abgrundtiefe Krise und Vasallenrolle gegenüber China.
Die düstere Prognose des Ökonomen Igor Lipsiz
Nach Angaben von UATV: Der Wirtschaftswissenschaftler Igor Lipsiz zeichnet ein alarmierendes Bild von der Lage Russlands. Seiner Analyse zufolge hat sich die wirtschaftliche Situation des Landes vier Jahre nach Kriegsbeginn gegen Ukraine massiv verschlechtert. Die Abhängigkeit von China sei dramatisch gewachsen, und Russland stecke in einer tiefen Krise. Diese zeigt sich in den für 2025 verzeichneten Daten: einem drastischen Abflauen des industriellen Wachstums und einem Rekorddefizit im Staatshaushalt.
Ein Hauptgrund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist der verlorene Öl- und Gasmarkt in Europa. Dieser seit den späten 1960er Jahren aufgebaute, zentrale Einnahmepfeiler brach infolge der russischen Außenpolitik und der Kriegshandlungen weg. Die 2022 verhängte Preisobergrenze für russisches Öl – kein vollständiges Embargo – konnte den Niedergang nicht aufhalten. Der europäische Markt ist für Russland als zuverlässige Einnahmequelle Geschichte.
Tiefe Krise und chinesische Vorherrschaft
Auch der ukrainische Auslandsgeheimdienst sieht die russische Wirtschaft in eine Phase tiefgreifender Krise eintreten. Igor Lipsiz bringt es auf den Punkt:
„Nach vier Jahren ist alles schlimmer, als man es hätte annehmen können.“ - Igor Lipsiz
Der Ökonom betont, Russland sei in eine absolut vasallenartige Abhängigkeit von China geraten. Er bezeichnet das Land spöttisch als 'Schüssel mit Energiereis für China'. Diese einseitige Bindung birgt erhebliche Risiken für die Zukunft, da Moskau gezwungen ist, neue Absatzmärkte zu finden und seine wirtschaftliche Position unter schwierigsten Bedingungen zu wahren. Die einstige Großmacht ist zum Juniorpartner herabgesunken.
Die Prognosen von Lipsiz spiegeln somit den kritischen Zustand der russischen Wirtschaft wider, die mit enormen Herausforderungen und einer wachsenden Abhängigkeit von externen Partnern – vor allem China – konfrontiert ist.
Die wirtschaftliche Misere, so Lipsiz, offenbart nicht nur interne Probleme, sondern ist auch eine direkte Folge der Außenpolitik, insbesondere des Angriffskrieges gegen die Ukraine. Dieser führte zum Verlust lebenswichtiger Märkte und zur Knebelung durch einen einzigen dominanten Partner, was die langfristige Stabilität des Landes gefährdet. Angesichts globaler wirtschaftlicher Veränderungen muss Russland dringend Wege finden, seine Wirtschaft umzubauen und den Einfluss externer Faktoren auf seine Entwicklung zu verringern – eine Herkulesaufgabe in Kriegszeiten.
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