Gericht verlängert Untersuchungshaft für Ex-Energieminister und senkt Kaution auf 150 Millionen.

Gericht verlängert Untersuchungshaft für Ex-Energieminister und senkt Kaution auf 150 Millionen
Gericht verlängert Untersuchungshaft für Ex-Energieminister und senkt Kaution auf 150 Millionen

Haftverlängerung und reduzierte Kaution für Galuschtschenko

Nach Angaben von Novyny.live: Der ehemalige Energieminister Herman Galuschtschenko bleibt weiterhin in Untersuchungshaft. Ein Gericht hat die Haftdauer um weitere zwei Monate verlängert und gleichzeitig die Kaution von 200 auf 150 Millionen Griwna gesenkt. Ihm wird vorgeworfen, Teil eines korrupten Netzwerks im Energiesektor gewesen zu sein, das auch Geldwäsche und die Beteiligung an einer kriminellen Organisation umfasst.

Die Razzia im Rahmen der Operation 'Midas' führte zu seiner Festnahme. Galuschtschenko wurde in der Nacht zum 15. Februar festgenommen, als er versuchte, die Grenze zu überqueren. In den Ermittlungsakten tauchen hohe Geldbeträge auf, die mit dem Fall in Verbindung stehen:

  • über 7,4 Millionen US-Dollar;
  • 1,3 Millionen Schweizer Franken;
  • 2,4 Millionen Euro.

Insgesamt sollen die Beteiligten des Systems mehr als 112 Millionen US-Dollar in bar erhalten haben.

Der Richter begründete die Senkung der Kaution mit rechtlichen Erwägungen, wie die Pressestelle des Anti-Korruptions-Zentrums mitteilte. Galuschtschenko selbst äußerte sich zu seiner Festnahme und sagte:

„Ich wollte angeblich zu meinen Kindern ins Ausland reisen.“
Der Fall sorgt weiterhin für Aufsehen, da der Ex-Minister in den Ermittlungen auch unter dem Decknamen 'Sigismund' geführt wird.

Der größere Rahmen der Korruptionsbekämpfung in der Ukraine

Der Fall Galuschtschenko ist ein weiteres Beispiel für die anhaltenden Bemühungen der Ukraine, Korruption in hohen Regierungskreisen zu bekämpfen. Die Reduzierung der Kaution zeigt, dass es in solchen Verfahren durchaus Spielraum für gerichtliche Entscheidungen gibt. Gleichzeitig unterstreicht der Fall die Notwendigkeit einer wachsamen Öffentlichkeit, um die Rechenschaftspflicht von Spitzenbeamten sicherzustellen. Die Aufklärung von Machenschaften im Energiesektor hat oft weitreichende Folgen für das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen.


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