Ehemaliger Abgeordneter in der Ukraine angeklagt: Illegale Landnahme und Bau am Dnipro-Ufer.
Anklage gegen ehemaligen Parlamentarier
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat einem früheren Parlamentsabgeordneten offiziell den Verdacht der widerrechtlichen Aneignung von Land am Fluss Dnipro und des illegalen Hausbaus mitgeteilt. Der 55-jährige Mann, der sowohl im nationalen Parlament der VI. und VIII. Wahlperiode als auch im Stadtrat von Kiew saß, muss sich nun vor Gericht verantworten.
Details zum Vorwurf
Dem Beschuldigten gehört zwar ein 0,1 Hektar großes Grundstück in den "Woskresenski-Sady" (Auferstehungsgärten) im Dniprowskij-Bezirk der Hauptstadt Kiew. Allerdings hat er eigenmächtig weitere 0,3 Hektar Land in kommunalem Besitz okkupiert. Auf diesem widerrechtlich genutzten Areal ließ er ein einstöckiges Wohnhaus mit einer Fläche von 103 Quadratmetern errichten – ohne jegliche erforderliche Baugenehmigungen.
Besonders brisant: Die illegal bebauten Flächen liegen innerhalb des gesetzlich geschützten 100-Meter-Uferstreifens am Dnipro. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern derzeit noch an. Derartige Vorgänge werfen in der Ukraine immer wieder Fragen zur Durchsetzung von Umwelt- und Baurecht auf. Gerade der Schutz von Flussufern ist für den Erhalt der Natur von zentraler Bedeutung.
Dieser Fall zeigt exemplarisch die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Land- und Umweltrecht in der Ukraine. Ein rechtskräftiges Urteil könnte ein wichtiges Signal gegen die Selbstjustiz von Amtsträgern und für den Schutz sensibler Naturräume setzen.
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