Russland in Weißrussland: Experte widerlegt die Daten über 350.000 Truppen.
Nach Angaben von ТСН: In Europa sind Aussagen über eine mögliche erhebliche Vergrößerung der russischen Truppen in Weißrussland aufgetaucht, wo laut einiger Quellen zwei Korps stationiert sind, die angeblich bis zu 350.000 Personen umfassen. Diese Schätzungen stellen sich jedoch als erheblich übertrieben und nicht der Realität entsprechend heraus.
Expertenkommentar
Der militärische Experte und Oberst des ukrainischen Militärs a.D. Roman Switan erklärte die Situation in seinem Kommentar. Seinen Angaben zufolge besteht ein Standardkorps aus etwa 15.000 Militärs, sodass es tatsächlich nur um etwa 30.000 russische Soldaten gehen kann und nicht um Hunderte von Tausenden.
„Wenn man die gemeinsame Gruppierung von Weißrussland und Russland berücksichtigt, dann waren zwei Korps im Zustand der vollen Einsatzbereitschaft dort bereits früher stationiert. Doch sie sind nicht in der Lage, realen militärischen Druck auf Europa auszuüben,“ erklärte der Experte.
Bedrohung von Weißrussland
Switan ist ebenfalls der Meinung, dass man die europäische Gesellschaft nicht zusätzlich mit Bedrohungen von Weißrussland erschrecken sollte, da die Europäer ohnehin unter dem Einfluss der russischen Propaganda stehen. Er ist überzeugt, dass die Europäische Union sich auf die Bekämpfung der Informationsangriffe des Kremls, die Verbesserung der Arbeit der Geheimdienste und die Entwicklung der Verteidigungsfähigkeiten konzentrieren sollte.
Zu den wichtigsten Richtungen, die der Experte nannte, gehören die Finanzierung von ballistischen Programmen und die Vorbereitung klarer Reaktionsszenarien auf mögliche Bedrohungen von Russland.
„Europa mangelt es an einer klaren Demonstration eines Gegenschlags, die sowohl Moskau von der Aggression abhalten als auch die Verbündeten beruhigen würde,“ fasste er zusammen.
Wir erinnern daran, dass zuvor berichtet wurde, dass Russland zwei Armeekorps in Weißrussland stationiert hat, also etwa 360.000 einsatzbereite Soldaten, die in der Lage sind, einen Schlag gegen die NATO-Länder auszuführen.
Darüber hinaus teilte der selbsternannte Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, mit, dass das Raketensystem 'Oreschnik' bereits auf dem Territorium des Landes stationiert ist und seit gestern in den Kampfdienst eingetreten ist.
Die gemachten Schätzungen verdeutlichen die Wichtigkeit, die Situation in der Region aufmerksam zu beobachten. Im Hinblick auf militärische Bedrohungen sind reale Daten und Beobachtungen, und nicht Panik, entscheidend für adäquate Antworten der internationalen Gemeinschaft. Die Fortsetzung der Arbeit an der Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten und der Verringerung des Einflusses von Desinformation erfordert dringende und koordinierte Maßnahmen.
Lesen Sie auch
- Lukaschenko verdient am Krieg: Über 500 belarussische Betriebe liefern Waffen an Russland
- Moskaus nukleare Erpressung: Wie der ‚Oreschnik‘-Einsatz in Belarus Europa unter Druck setzt
- Neue Bedrohung aus dem Norden: Wie Belarus zur russischen Militärbasis wird
- Belarus’ Machthaber warnt Armenien vor „ukrainischem Szenario“ – Hintergründe zur Wahlkampfstimmung
- Warnung aus Minsk: Lukaschenko mahnt Armenien zum Verbleib in der Eurasischen Wirtschaftsunion
- Lukaschenko droht der Ukraine mit einem „völlig anderen Krieg“, sollte Belarus angegriffen werden

