Experten warnen: 100 Milliarden Dollar für Russland könnten an Ukraine vorbeigehen.
Experte warnt vor falscher Verwendung eingefrorener russischer Vermögen
Nach Angaben von UATV: Der Wirtschaftsexperte Ilja Neschodowskij äußert sich besorgt über schleppende Verfahren zur Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte. Seiner Ansicht nach droht das Geld nicht der Ukraine zugutekommen, sondern könnte zweckentfremdet werden – womöglich zugunsten Russlands selbst. Neschodowskij betont die dringende Notwendigkeit, Reparationszahlungen an die Ukraine umgehend zu leisten. Die Summe von 100 Milliarden US-Dollar, die die USA für den Wiederaufbau bereitstellen könnten, dürfe keinesfalls für andere Zwecke abgezweigt werden.
In einem Auftritt am 31. Januar im Sender FREEДОM wies der Experte auf eine konkrete Gefahr hin: Die eingefrorenen Gelder könnten in einen amerikanisch-russischen Investitionsfonds fließen, was er für inakzeptabel hält. Die Auszahlung von Reparationen an die Ukraine dürfe nicht verzögert, sondern müsse unverzüglich erfolgen. Die Debatte um diese Gelder ist ein zentraler Streitpunkt in der internationalen Ukraine-Politik.
'Die Zahlung von Reparationen darf nicht irgendwann anstehen, sie muss jetzt anstehen' – Ilja Neschodowskij.
Appell zu sofortigem Handeln
Neschodowskij befürchtet zudem, dass Verzögerungen bei der Beschlagnahmung zu einer faktischen Rehabilitation Russlands als Aggressor führen könnten. 'Das wäre letztlich eine vollständige Rehabilitation des Täters und Aggressors', so seine deutlichen Worte.
Der Experte forderte die Europäische Union auf, in dieser Frage aktiver zu werden und die Arbeit an Mechanismen für Reparationszahlungen an die Ukraine entschlossen voranzutreiben.
Die Warnungen von Ilja Neschodowskij unterstreichen die Dringlichkeit, mit der internationale Organisationen bei der Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte handeln müssen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und des immensen Wiederaufbaubedarfs der Ukraine gewinnt diese Frage ständig an Brisanz. Jede Verzögerung könnte nicht nur schwerwiegende Folgen für die ukrainische Wirtschaft haben, sondern auch die internationale Sicherheitsordnung schwächen.
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