Warum ein Ende des Krieges durch Verhandlungen laut Experte aktuell aussichtslos ist.

Warum ein Ende des Krieges durch Verhandlungen laut Experte aktuell aussichtslos ist
Warum ein Ende des Krieges durch Verhandlungen laut Experte aktuell aussichtslos ist

Einschätzung des Politikwissenschaftlers Oleg Saakjan

Nach Angaben von UATV: Der Politikwissenschaftler Oleg Saakjan hält eine diplomatische Beilegung des russisch-ukrainischen Krieges in absehbarer Zeit für unrealistisch. Seiner Analyse zufolge besitzt der Konflikt für die Ukraine eine existenzielle Dimension, was Friedensgespräche nahezu unmöglich mache. Saakjan, Mitbegründer der 'Nationalen Plattform für Resilienz und Zusammenhalt', betont, dass echte diplomatische Fortschritte nur erzielt werden könnten, wenn Russland gezwungen würde, seine imperialen Bestrebungen aufzugeben.

Wesen des Krieges und seine Tragweite

Der Experte argumentiert, dass es in diesem Krieg nicht primär um Territorien gehe – schließlich habe Russland zuvor keine konkreten Gebietsansprüche gestellt. Er erinnert daran, dass die Krim bereits zu Sowjetzeiten stark von Russen besiedelt worden sei. Saakjan bezeichnet den Krieg als einen 'Kampf ums eigene Überleben' und zitiert:

„Sie (die Russen) wollen nicht, dass es uns gibt. Wir aber wollen existieren.“
Die aktuelle Lage sei ein 'aufgeschobener Revanchefeldzug', den die Ukraine bereits 2014 habe stoppen wollen.

Der Politikwissenschaftler stellt klar:

„Derzeit gibt es für Russland wohl nicht einmal einen Horizont von drei bis sechs Monaten, um den Krieg zu beenden.“
Diese Aussage unterstreicht das Fehlen jeder kurzfristigen Friedensperspektive. Saakjan kommt zu dem Schluss, dass eine 'diplomatische Lösung in diesem Krieg nicht existiert', was die Hoffnung auf einen baldigen Friedensschluss zwischen beiden Staaten zunichtemacht.

Saakjans Ausführungen verdeutlichen die kritische Phase des russisch-ukrainischen Krieges und den Mangel an realistischen Verhandlungsoptionen. Der Experte hebt hervor, dass der existenzielle Charakter des Konflikts für die Ukraine nicht nur das militärische, sondern auch das politische Handeln bestimmt. Solange diplomatische Wege versperrt scheinen, stellt sich die Frage, welche Strategien beide Länder in den kommenden Monaten verfolgen werden.


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