Über 480 Milliarden Griwna nötig: Neue Strategie für Elektro-ÖPNV in der Ukraine.
Studie zum ukrainischen Elektro-ÖPNV vorgestellt
Nach Angaben von ЦТС — Транспорт: In Kiew wurde eine umfassende Analyse zur Zukunft des elektrischen öffentlichen Nahverkehrs in der Ukraine präsentiert. Erarbeitet wurde sie von Berlin Economics in Kooperation mit dem Zentrum für Verkehrsstrategien (ZTS) und der Nichtregierungsorganisation Vision Zero. Finanziert wurde das Vorhaben vom Europäischen Klimafonds. Ziel der Untersuchung war es, eine belastbare Entwicklungsstrategie für diesen Sektor zu entwerfen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie groß der Investitionsbedarf ist, um die veralteten Systeme zu modernisieren und auf zeitgemäße Standards zu bringen.
Zentrale Erkenntnisse der Analyse
Laut der Studie sind für die Förderung des elektrischen Nahverkehrs mehr als 480 Milliarden Griwna erforderlich. Das Programm zielt nicht nur auf die Anschaffung neuer Busse, Oberleitungsbusse und Straßenbahnen ab, sondern umfasst auch den Aufbau der notwendigen Infrastruktur für ihren Betrieb. Marina Denysjuk betonte, dass diese Investitionen gezielt der ukrainischen Wirtschaft zugutekommen, Arbeitsplätze schaffen und die heimische Industrie stärken müssten.
Die Fachleute von Berlin Economics hoben hervor, dass die Ukraine im Bereich des elektrischen öffentlichen Nahverkehrs über ein bedeutendes Innovationspotenzial verfüge, das es richtig zu nutzen und in den richtigen Kontext zu setzen gelte. Sie unterstrichen zudem die Notwendigkeit einer vorausschauenden Planung folgender Bereiche:
- Streckennetz
- Lade- und Oberleitungsinfrastruktur
- Betriebshöfe
- Energieversorgung
- Instandhaltung
- Personalschulung
- Einführung eines elektronischen Ticketsystems
- GPS-Überwachung
- Qualitätskontrolle der Dienstleistungen
'Wenn eine Stadt Elektrobusse, Straßenbahnen oder Oberleitungsbusse anschafft, muss sie gleichzeitig alle erforderlichen Komponenten für deren effizienten Betrieb planen.' Marina Denysjuk
Sie fügte hinzu: 'Militärische Risiken und Unsicherheiten bremsen den europäischen Integrationsprozess nicht, auch nicht im Bereich des elektrischen öffentlichen Nahverkehrs.'
Die Studie eröffnet somit neue Perspektiven für den Ausbau und die Verbesserung des elektrischen ÖPNV in der Ukraine, was die Infrastruktur und die Servicequalität für die Bevölkerung erheblich verbessern könnte. Die Umstellung auf elektrische Antriebe wäre ein wichtiger Schritt zur Reduzierung von Schadstoffemissionen und zur Verbesserung der Umweltsituation in den Städten, was wiederum die Lebensqualität der Bürger steigern kann.
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