Putin, Epstein und die Vision einer russischen Kryptowährung: 1000 Nennungen in Geheimdokumenten.
Die Bemühungen um eine Verbindung zum Kreml
Nach Angaben von TSN.ua: Der verstorbene US-Finanzier Jeffrey Epstein versuchte offenbar intensiv, eine Verbindung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin herzustellen. Dabei schlug er sogar die Schaffung einer eigenen russischen Kryptowährung vor. Nach Angaben des US-Justizministeriums taucht Putins Name in den veröffentlichten Epstein-Dokumenten rund 1000 Mal auf. Obwohl Epstein zahlreiche Versuche unternahm, Kontakt zum Kreml aufzunehmen, gibt es keine direkten Beweise für ein tatsächliches persönliches Treffen der beiden Männer. Diese Kontaktversuche werfen ein Schlaglicht auf die oft undurchsichtigen Schnittstellen von Hochfinanz, Politik und Technologie.
Bereits im Oktober 2014 erhielt Epstein eine Nachricht von einem nicht genannten Mittelsmann, der signalisierte, Putin sei zu einem Dialog bereit. In den Jahren 2013 und 2014 drängte Epstein zudem den damaligen Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, ein Treffen mit dem russischen Staatschef zu arrangieren. In seinem Bestreben, beim Kreml Gehör zu finden, behauptete Epstein sogar, er habe nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten 2016 den russischen UN-Botschafter Witali Tschurkin gebrieft.
Geständnis und Folgen
Trotz all seiner Bemühungen räumte Epstein im Mai 2013 selbst ein, er habe 'niemals mit Putin getroffen'. Das US-Justizministerium hat mittlerweile etwa 3 Millionen Dateien aus dem Umfeld Epsteins veröffentlicht, was großes Interesse an seinem Netzwerk und seinen Versuchen, Einfluss auf höchster Ebene zu gewinnen, ausgelöst hat.
Ein nicht genannter Mittelsmann ließ Epstein wissen: 'Ich habe mit Putin gesprochen. Er wäre sehr erfreut, wenn Sie [Russland] besuchen und die Finanzmärkte des 21. Jahrhunderts erklären würden.'
Die hartnäckigen Kontaktversuche Jeffrey Epsteins zu Wladimir Putin illustrieren die komplexe Verflechtung von Geschäftsinteressen, globaler Politik und neuen Finanzinstrumenten wie Kryptowährungen. Die möglichen Verbindungslinien zwischen Epstein, russischen Amtsträgern und dem Trump-Umfeld könnten erhebliche Auswirkungen auf Untersuchungen zu Wahlkampffinanzierung und internationale Beziehungen haben. Der Fall unterstreicht einmal mehr die kritische Bedeutung von Transparenz und ethischen Standards im Grenzbereich zwischen Wirtschaft und Staatsmacht.
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