Trotz Orbáns Widerstand: EU sichert der Ukraine 90 Milliarden Euro zu – Zeitplan steht.
Milliardenkredit für die Ukraine trotz Vetodrohung
Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union hält an ihrem Vorhaben fest, der Ukraine einen Kredit von 90 Milliarden Euro zu gewähren – und das gegen den Widerstand Ungarns. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigte, dass die Auszahlung innerhalb der kommenden zwei Jahre erfolgen soll. Der Beschluss dazu wurde bereits im vergangenen Dezember vom Europäischen Rat gefasst. Damit will die EU die ukrainische Wirtschaft langfristig stabilisieren und ihre Widerstandsfähigkeit stärken.
Konflikte innerhalb der EU
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán blockiert jedoch die Umsetzung des Beschlusses. Ursula von der Leyen kritisierte dies mit deutlichen Worten:
„Der Kredit bleibt blockiert, weil einer der Führungspersonen sein Wort nicht hält“ – Ursula von der Leyen
Diese Aussage verdeutlicht die tiefen Gräben innerhalb der EU. Viele Staats- und Regierungschefs verurteilen Ungarns Haltung und betonen, dass einmal getroffene Vereinbarungen eingehalten werden müssten.
Auch der portugiesische Premierminister António Costa bezog Stellung:
„Die EU muss ihr Wort halten, und niemand darf den Europäischen Rat erpressen“ – António Costa
Die Frage der finanziellen Unterstützung für die Ukraine bleibt damit hochaktuell und sorgt weiterhin für Spannungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Ohne eine Einigung droht das Hilfspaket weiter auf Eis zu liegen.
Der Streit offenbart die schwierige Dynamik in der Europäischen Union, wo nationale Interessen gemeinsame Beschlüsse immer wieder aushebeln können. Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der dringend benötigten internationalen Hilfe gewinnt die Frage der Finanzhilfe zusätzlich an Brisanz. Verzögerungen bei der Auszahlung könnten die Stabilität in der Region gefährden. Der weitere Verlauf hängt nun entscheidend von den Verhandlungen zwischen den EU-Staaten ab – und davon, ob ein tragfähiger Kompromiss zur Unterstützung der Ukraine gefunden werden kann.
Lesen Sie auch
- Putin lehnt persönliches Treffen ab – Selenskyj fordert direkten Dialog
- Kein Rückzug aus dem Donbass: Selenskyj gewährt Einblicke in das Gespräch mit Abramowitsch
- EU baut Geheimdienstarbeit aus: Das ändert sich beim EU INTCEN bis 2026
- Armenien-Wahl: 14 Festnahmen und fast 200 Beschwerden gemeldet
- Machtpoker ums Überleben: Trump, Xi und Putin im Sog der Weltpolitik
- Armenien wählt am 7. Juni: Paschinjan gegen pro-russisches Bündnis und Festnahmen von Gegnern

