90-Milliarden-Kredit für die Ukraine blockiert: Ungarn und Slowakei legen Veto ein.

90-Milliarden-Kredit für die Ukraine blockiert: Ungarn und Slowakei legen Veto ein
90-Milliarden-Kredit für die Ukraine blockiert: Ungarn und Slowakei legen Veto ein

EU-Kredit für die Ukraine: Was bisher bekannt ist

Nach Angaben von TSN.ua: Die versprochene Finanzhilfe der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine kommt nicht zur Auszahlung. Grund dafür sind Verzögerungen bei der Bereitstellung der Mittel und Schwierigkeiten bei der Verabschiedung neuer Sanktionen gegen Russland. Die Kreditsumme sollte zwischen 2026 und 2028 fließen, doch derzeit ist die Lage völlig offen.

Auf dem Brüsseler Gipfel am 19. März verhinderten Ungarn und die Slowakei die Freigabe des Darlehens, was die Umsetzung zusätzlich erschwert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor bekräftigt, dass die Union die Ukraine in dieser Höhe unterstützen wolle, konkrete Schritte bleiben jedoch vorerst aus.

Leider habe ich heute keine guten Nachrichten zu verkünden, dass dieser Kredit ausgezahlt wird.

Kaja Kallas, estnische Ministerpräsidentin

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies auf die Risiken der Verzögerung hin: „Durch die Verzögerung des EU-Kredits riskiert die Ukraine, die Energieinfrastruktur und den physischen Schutz kritischer Anlagen nicht rechtzeitig für den nächsten Winter vorbereiten zu können.“

Diese Entwicklungen unterstreichen, wie sehr die Ukraine auf verlässliche Finanzierungen angewiesen ist – besonders angesichts der anhaltenden Herausforderungen durch den Krieg und die Energiekrise.

Auswirkungen der Kreditverzögerung

Das Ausbleiben der EU-Mittel könnte die wirtschaftliche Stabilität der Ukraine empfindlich treffen. Vor dem Hintergrund des Krieges und der Energiekrise ist die finanzielle Unterstützung essenziell, um die Infrastruktur am Laufen zu halten und die soziale Grundversorgung der Bevölkerung zu sichern.

Die anstehenden Verhandlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten werden entscheidend sein, um eine Lösung zu finden und eine langfristige Strategie für die weitere Unterstützung der Ukraine zu entwickeln.


Lesen Sie auch

Werbung