EU beschließt Importstopp für russisches Gas ab 2027 – Zwei Länder stimmen dagegen.

EU beschließt Importstopp für russisches Gas ab 2027 – Zwei Länder stimmen dagegen
EU beschließt Importstopp für russisches Gas ab 2027 – Zwei Länder stimmen dagegen

Ab 2027: Kein russisches Gas mehr in der EU

Nach Angaben von UATV: Die Europäische Union hat eine Verordnung verabschiedet, die ab dem 1. Januar 2027 alle Importe von russischem Flüssig- und Pipeline-Erdgas in die EU beendet. Für diese historische Entscheidung stimmten 24 Mitgliedstaaten. Lediglich Ungarn und die Slowakei votierten dagegen, Bulgarien enthielt sich. Um die Einhaltung durchzusetzen, führt die EU hohe Strafen ein: Bei Verstößen drohen mindestens 2,5 Millionen Euro für Einzelpersonen und mindestens 40 Millionen Euro für Unternehmen.

Dieser Schritt markiert eine dramatische Wende in der europäischen Energiepolitik. Noch 2014 deckte die EU etwa 44% ihres Energiebedarfs aus Russland. Die Zahlen für 2025 zeigen, wie sich die Lage bereits gewandelt hat: In Russland wurden nur noch 173.000 juristische Personen registriert – der niedrigste Wert seit 14 Jahren. Gemäß der neuen Verordnung wird auch der Import von russischem Pipelinegas ab dem 1. September 2027 vollständig eingestellt.

Entschlossenheit und verbleibende Abhängigkeiten

Führende EU-Vertreter bekräftigten die Entschlossenheit, die Energieabhängigkeit von Russland zu beenden. Der dänische Klimaminister Dan Jørgensen erklärte:

„Wir werden nicht länger zulassen, dass Energie als Waffe gegen uns eingesetzt wird.“
Michael Damianos, zypriotischer Energiekommissar, betonte:
„Ab heute wird der EU-Energiemarkt stärker, widerstandsfähiger und diversifizierter sein.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte weiterhin entschlossenen Druck auf Russland: „Europa muss entschlossen sein und den Sanktionsdruck aufrechterhalten.“ Der russische Energieminister Andrei Nowak konstatierte, Russland verliere damit endgültig seinen größten Absatzmarkt. Kritiker wie Oleg Posternak weisen jedoch darauf hin, dass der Handel mit Russland in vielen anderen Wirtschaftsbereichen weiterläuft – ein Hinweis auf die komplexe und noch nicht vollständig gelöste wirtschaftliche Verflechtung.

Die neue EU-Verordnung ist somit ein klares Signal für die strategische Abkehr von russischen Energielieferungen und die Stärkung der europäischen Energiesicherheit. Sie stellt einen Meilenstein im Bestreben nach größerer Unabhängigkeit und dem Übergang zu erneuerbaren Energien dar. Gleichzeitig zeigt die fortbestehende Handelstätigkeit in anderen Sektoren, dass eine umfassende wirtschaftliche Entkopplung von Russland ein langwieriger und komplexer Prozess bleibt.


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